Toni Polster

Messi rüttelt am eigenen Denkmal

Lionel Messi tritt von der WM-Bühne ab.
© Getty Images
Für den oe24-Experten war das WM-Finale enttäuschend - vor allem die Performance der Argentinier.
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Alle Sympathien, die Messi und die Argentinier auf dem Weg ins Finale gesammelt haben, haben sie mit einem Match verspielt. Ich kann mich an kein Finale erinnern, an dem derart geholzt wurde.

Beim "Fünfer" brannten Sicherungen durch

Dem Schiedsrichter muss man vorwerfen, dass er nicht früher durchgegriffen hat. Egal, wo du hinkommst, alle reden über den "Fünfer" der Argentinier: Einfach unglaublich, wie bei Paredes die Sicherungen durchgegangen sind. Dabei hätte dieser nach der Pause eingewechselte Argentinien-Verteidiger längst Rot sehen müssen.

Die Schiedsrichter-Leistungen gehören allgemein zu den Enttäuschungen dieser WM.

Nicht enttäuscht haben meine Spanier. Die waren nicht nur im Finale die Besten sondern auch während des gesamten Turniers. Sie überzeugten körperlich, technisch und spielerisch. Und mein früherer Sevilla-Kollege De la Fuente machte den besten Trainerjob. Rodri wurde zurecht zum besten Spieler der WM gekürt. Er war Taktgeber, Bälleverteiler, das Um und Auf der Spanier. Er ist jetzt am Höhepunkt seines Schaffens.

Im Gegensatz zu Messi: Ich hoffe, der für viele Größte aller Zeiten kommt nicht auf die Idee, es in vier Jahren noch einmal zu versuchen. Damit würde er sein eigenes Denkmal zerstören.

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