KI-Rechenzentrum

Nach Lärm-Beschwerde: Musk will 418 Häuser von Anrainer kaufen

Ein Mann im Anzug erhält eine Medaille mit rot-weiß-blauem Band um den Hals gelegt.
© APA/AFP/KENT NISHIMURA
Die Bewohner von Mississippi wehren sich vermehrt gegen das Rechenzentrum von Elon Musks KI-Unternehmen xAI. Nun plant der Milliardär offenbar, die Häuser der Anrainer zu kaufen. Das würde bis zu 418 Häuser betreffen.
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In Southaven, Mississippi, steht ein gigantischer Rechenzentrumcampus des KI-Unternehmens xAI von Elon Musk. Der Campus befindet sich weiterhin im Ausbau und ist mit dem "Colossus"-Supercomputer-Netzwerk im benachbarten Memphis verbunden. Doch die Anrainer sind sehr wütend über das Rechenzentrum.

Nun berichten die Bewohner von Southaven, dass Immobilienmakler im Auftrag von xAI ihre Häuser kaufen wollen. Wie der "Guardian" berichtet, sind bis zu 418 Immobilien betroffen. Bisher hat das Unternehmen und dessen operative Tochtergesellschaft MZX Tech LLC den Bericht nicht bestätigt. Unter anderem wird vorausgesetzt, dass die betroffenen Eigentümer sich nicht an einer Lärmeklage gegen das Unternehmen wegen der Rechenzentren und Gasturbinen beteiligt sind.

18 Eigentümer bereit für den Hausverkauf

Bisher sollen 18 Hausbesitzer eine Verkaufsabsicht vereinbart haben, so "Guardian". Davon sind schon fünf Verkäufe grundbuchamtlich vollzogen worden. Viele Anrainer berichten, dass aus den Rechenzentren ein dauerhaftes Brummen kommt, das wie Flugzeugmotoren klingt. Durch den Lärm soll ihr Schlaf und Alltag beeinträchtigt sein.

Drei Anrainer haben aus diesem Grund eine Klage gegen das Unternehmen eingereicht. Neben dem ständigen Lärm werden die Bewohner durch Vibrationen und weitere Belastungen terrorisiert. Zudem wird durch zahlreiche Gasturbinen, die ohne die erforderlichen Bundesgenehmigungen betrieben worden sind, die Luft verschmutzt.

Bürgermeister verteidigt das Projekt

Gegen die Vorwürfe wehrt sich xAI. Sie weisen sie zurück und erklären, man wolle ein guter Nachbar sein. Das Unternehmen soll Schallschutzmaßnahmen umgesetzt haben. Zusätzlich plant der Musk-Konzern, die provisorische Turbine durch ein festes Gaskraftwerk zu ersetzen. Der Bürgermeister verteidigt ebenfalls xAI. Er argumentiert, dass die Rechenzentren neue Arbeitsplätze schaffen und zusätzliche Steuereinnahmen schaffen.

Jedoch befürchten Kritiker, dass durch den Ausbau der Rechenzentren die Nachbarschaft verdrängt wird und die gesundheitlichen sowie ökologischen Risiken verschlimmert werden.

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