Extremwetter

Neue Hitze-Regel: Was Spanien-Urlauber wissen müssen

Menschen sitzen in Straßencafés und spazieren auf der Plaza de Santa Ana mit Blick auf Benidorms Skyline.
© Getty Images
Für viele gehört beim Spanien-Urlaub der Besuch einer Sonnenterrasse dazu. Wegen extremer Hitze gibt es jedoch neue Regeln für die Gastronomie, auf die sich Reisende nun einstellen müssen.
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Seit wenigen Monaten gilt landesweit ein neuer Tarifvertrag im Gastgewerbe, der drastische Auswirkungen auf den Urlaub haben kann. Tapas und kalte Getränke im Freien könnten öfter ausfallen, da Restaurants und Bars bei extremer Hitze ihre Außenbereiche schließen müssen. Die Reform des landesweiten Arbeitsrechtsrahmens (ALEH) stuft extreme Wetterlagen wie Hitze erstmals ausdrücklich als Gesundheitsrisiko ein.

Schutz für Gastro-Angestellte in Spanien

Ziel der neuen Regelung ist es, Beschäftigte wie Kellner, Köche und Servicekräfte besser zu schützen, die bei brütender Hitze stundenlang im Freien arbeiten. Die Vorgaben für die Betriebe sind strikt: Sobald die Wetterbehörde Aemet die Warnstufe Orange oder Rot ausruft, müssen Maßnahmen ergriffen werden. Dasselbe gilt, wenn auf der Terrasse 40 Grad oder mehr gemessen werden – auch ohne offizielle Warnung. Körperlich belastende Arbeiten im Außenbereich sollen an solchen Tagen zwischen 13 und 18 Uhr vermieden werden.

Ausnahmen und drohende hohe Strafen

Bevor die Terrasse komplett geschlossen wird, müssen die Gastronomen jedoch Alternativen prüfen. Dazu zählen verlegte Schichten, zusätzliche Pausen, der Zugang zu kaltem Wasser sowie die Bereitstellung leichter Arbeitskleidung. Erst wenn eine ausreichende Kühlung nicht gewährleistet werden kann, muss der Außenbereich dichtmachen. Geöffnet bleiben dürfen Terrassen nur, wenn sie beschattet, durch Sprühnebelanlagen gekühlt und durch mindestens zwei Trennelemente abgeschirmt sind. Bei Verstößen gegen diese neuen Vorgaben drohen empfindliche Strafen von über 50.000 Euro. Staatliche Arbeitsinspektoren haben bereits verstärkte Kontrollen angekündigt.

Darauf müssen Urlauber sich einstellen

Wer in diesem Hochsommer nach Spanien reist, muss mit diesen veränderten Bedingungen rechnen. Besonders in den Mittagsstunden könnten Außenbereiche geschlossen oder im Service eingeschränkt sein. Betroffen sind häufige Urlaubsregionen, die regelmäßig mit Hitze zu kämpfen haben: Andalusien, die Extremadura, das Ebro-Tal, Teile der Ostküste sowie die Balearen und Kanaren. Urlauber weichen am besten auf die kühleren Abendstunden aus oder suchen sich Lokale mit beschatteten Außenbereichen.

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