Prozess-Posse

Nierentests vertauscht? Neue Panne im Maradona-Prozess

Zwei Männer umarmen sich und lächeln in eine Kamera, im Hintergrund unscharfes Stadion.
© APA/AFP/JUAN MABROMATA
Der Prozess um Maradonas Tod wird von einer neuen Panne überschattet.
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Der Prozess um den Tod von Fußball-Legende Diego Maradona ist für eine Woche unterbrochen worden. Grund ist der Verdacht, dass dem 2020 verstorbenen Argentinier Nierenuntersuchungen seines eigenen Vaters zugeordnet wurden.

Maradonas Vater, der ebenfalls Diego hieß, war bereits 2015 gestorben. Laut übereinstimmenden argentinischen Medienberichten ordnete das Gericht nun die Beschlagnahmung der tatsächlichen Krankenakte des Weltmeisters von 1986 an.

Ärzten drohen bis zu 25 Jahre Haft

Wenige Wochen vor seinem Tod hatte sich Maradona einer Gehirnoperation unterzogen. Die Ermittler gehen davon aus, dass bei der anschließenden häuslichen Pflege des schwer angeschlagenen Ex-Fußballers massive Fehler gemacht wurden.

Frau läuft an Banner mit Maradona-Bild und der Aufschrift „Justicia x D10S“ vorbei.
(FILES) A woman walks past a banner depicting Argentine football legend Diego Maradona and demanding justice outside the court before a trial hearing on his death in San Isidro, Buenos Aires province, Argentina on June 9, 2026. The trial over the death of football legend Diego Maradona has been postponed for a week, until August 27, to verify whether incorrect medical tests were used in the expert reports, the court announced on August 20, 2026. (Photo by Luis ROBAYO / AFP) © APA/AFP/LUIS ROBAYO

Mehrere Ärzte und Pfleger müssen sich deshalb wegen Totschlags verantworten. Alle Angeklagten weisen die Vorwürfe zurück. Im Fall einer Verurteilung drohen bis zu 25 Jahre Haft.

Es ist bereits der zweite Anlauf des Verfahrens. Der erste Prozess war nach 21 Verhandlungstagen für nichtig erklärt worden, nachdem eine Richterin wegen ihrer Mitarbeit an einem nicht genehmigten Dokumentarfilm über das Verfahren suspendiert worden war.

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