Berühmter See

"Noch nie erlebt" - Alarm um Juwel in den Bergen

Sorapis-Gebirge spiegelt sich nach Sonnenaufgang im Misurinasee, umgeben von herbstlichen Wäldern.
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Der Lago di Misurina, einer der bekanntesten Bergseen der italienischen Dolomiten, sorgt mitten in der Hauptreisezeit für Besorgnis.
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Der Wasserstand des auf rund 1.750 Metern gelegenen Sees ist ungewöhnlich niedrig, zudem breiten sich Algen stark aus. Der See gilt als wichtiges Eingangstor zu den berühmten Drei Zinnen und zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen der Region.

Die ehemalige Bürgermeisterin von Auronzo di Cadore, Tatiana Pais Becher, schlägt deshalb Alarm. "So habe ich den See noch nie erlebt", sagte sie dem italienischen Portal Il Dolomiti. Nach ihren Angaben fehlen rund zwei Meter Wasser. Den Zustand bezeichnete sie als "nicht akzeptabel".

Sonnenuntergang über dem Misurinasee mit farbenfrohem Himmel, Bergen und Hotels im italienischen Dolomiten.
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Erste Konsequenzen

Pais Becher macht dafür nicht nur die anhaltende Hitze und den geringen Niederschlag verantwortlich. Sie wirft der Gemeindeverwaltung vor, seit Jahren bekannte Probleme nicht gelöst zu haben. Demnach soll ein Leck in einer Ufermauer bereits vor Jahren entdeckt worden sein. Frühere Reparaturarbeiten hätten den Schaden jedoch nicht dauerhaft behoben. Eine umfassende Sanierung sei zwar mehrfach angekündigt worden, bislang aber ausgeblieben.

Abendstimmung am See mit Spiegelung der Dolomiten und beleuchteten Gebäuden am Ufer.
After sunset with a view to the Dolomite Alps © Getty Images

Die Folgen sind inzwischen auch für den Tourismus spürbar. Wegen des niedrigen Wasserstands musste der Bootsverleih eingestellt werden, und zahlreiche Besucher fragen nach den Ursachen für den Zustand des einstigen Postkartenmotivs.

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