Preise steigen

Öffis immer teurer: Österreich stürzt in Ranking ab

Ein silberner U-Bahn-Zug der Linie U1 fährt in Wien an modernen Gebäuden und Bäumen vorbei.
© Getty Images
Im Klimaticket-Ranking von Greenpeace, das Leistbarkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln in 30 europäischen Ländern und Hauptstädten vergleicht, ist Österreich nach einem "Stockerlplatz" im Jahr 2023 nun auf dem vierten Platz gelandet.
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"Grund dafür sind die überdurchschnittlich stark gestiegenen Fahrpreise für Bus und Bahn", schrieb die NGO am Mittwoch in einer Aussendung. Über 25 Prozent betrug die Teuerung bei Klimaticket und bei Wiener Linien seit der letzten Wertung.

Kriterien für das Ranking waren die Verfügbarkeit, der Preis, die Mehrwertsteuer sowie vorhandene Ermäßigungen und diese sorgten dafür, dass diesmal Luxemburg, Malta und Slowenien vor Österreich landeten. "Die Ticketpreise für Bus und Bahn sind in kaum einem anderen europäischen Land so stark gestiegen wie in Österreich. Auf die Energiekrise hat die Bundesregierung schon vor Monaten mit einer Spritpreisbremse reagiert, doch wo bleibt die Bremse für Öffipreise?", wurde Marc Dengler, Klima- und Energieexperte bei Greenpeace Österreich, zitiert.

Ticketpreise steigen in Österreich besonders stark

Im europäischen Vergleich ist der Preis des österreichischen Klimatickets besonders stark gestiegen (plus 27,9 Prozent). Von den acht Staaten mit einem ähnlichen nationalen Ticket sind nur in Deutschland die Preise seit 2023 stärker gestiegen (plus 28,6 Prozent). In Ungarn und Tschechien hingegen wurden die Preise nicht erhöht. Seit 2023 haben zudem zwei weitere Länder - Spanien und Slowenien - ein landesweites Ticket eingeführt.

Was die Bewertung der Hauptstädte betrifft, so stiegen in Wien die Ticketpreise seit 2023 um 26 Prozent. Im Gegensatz dazu sanken die Preise für Jahres- und Monatskarten in Dublin (minus 42,5 Prozent), Oslo (minus 11,5 Prozent), Bern (minus 6,6 Prozent) und Budapest (minus 5,8 Prozent) teilweise deutlich. In zwölf weiteren Hauptstädten blieben die Preise stabil. Zu den insgesamt teuersten Städten zählen übrigens Amsterdam und London mit Ticketpreisen von über vier Euro pro Tag.

Als Reaktion auf das Ergebnis forderte Greenpeace von Mobilitätsminister Peter Hanke (SPÖ) Sozialtarife für das Klimaticket, um klimafreundliche Mobilität für mehr Menschen erschwinglich zu machen. Zudem trat die Umweltschutzorganisation für ein europaweites Klimaticket ein, um so Reisen auch über Ländergrenzen hinweg zu vereinfachen.

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