Völlige Eskalation
Polit-Beben bei der Innsbrucker FPÖ
Dies gab die 68-Jährige am Freitag bekannt. Im Klub habe es "gewisse Menschen" gegeben, die nicht hinter ihr gestanden seien und nicht mit ihr arbeiten wollten, ließ Trinkl in der Online-Ausgabe der "Tiroler Tageszeitung" wissen. Die FPÖ-Stadtpartei forderte Trinkl indes dazu auf, ihr Mandat zurückzulegen.
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Trinkl, die seit der Wahl 2024 für die Oppositionspartei im Gemeinderat sitzt, erklärte zudem, dass die Anliegen der Senioren laufend missachtet worden seien, und sich die Zusammenarbeit zunehmend schwieriger gestaltet habe. Darüber hinaus würde die Innsbrucker FPÖ teilweise auch "stark von der Parteilinie abweichen." "Das Fass zum Überlaufen gebracht hat ein Ereignis beim letzten Stadtsenat, wo offenbar im Vorfeld ich und meine Arbeit gegenüber Mitgliedern anderer Fraktionen schlechtgeredet wurden", meinte die Mandatarin gegenüber der "TT": "So etwas geht einfach nicht. Ich habe keinen anderen Ausweg mehr gesehen, als aus dem Klub auszutreten." Sie wolle nun jedenfalls als freie Mandatarin im Gemeindeparlament bleiben und "in Zukunft die eigentlichen Werte der FPÖ vertreten": "Ebenso denke ich nicht daran, meine Mitgliedschaft bei den Freiheitlichen zurückzulegen."
Scharf fiel unterdessen die Reaktion von FPÖ-Stadtparteiobmann Rudi Federspiel gegenüber der APA aus. "Ich fordere die Frau Trinkl dazu auf, ihr Mandat zurückzulegen, das sie nur wegen der Freiheitlichen Partei bekommen hat", erklärte das blaue Urgestein. Sollte sie dies tun, dann "passt die Welt wieder". Wer aus dem Klub austrete, wolle auch mit der freiheitlichen Gesinnungsgemeinschaft nichts zu tun haben und habe offenbar auch "kein Interesse an der Partei".
Federspiel: "Die Selbstüberschätzung ist grandios"
Ansonsten gab sich Federspiel betont gelassen. Auf die Gründe für die Eskalation wollte er nicht näher eingehen. Nur so viel meinte er in Bezug auf Trinkl: "Die Selbstüberschätzung ist grandios." Die offensichtliche nunmehrige Ex-Parteifreundin habe sich und nicht die Gemeinschaft in den Vordergrund gestellt. Einen Verlust für die Innsbrucker FPÖ ortete der Stadtparteichef nicht: "Die Karawane zieht weiter." Die FPÖ war bisher mit sieben Mandataren im Gemeinderat vertreten gewesen.
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