Brisanter Bericht
Schlimmer Verdacht nach Migranten-Ansturm auf Ceuta
Der Massenansturm auf die spanische Exklave Ceuta sorgt weiter für politische Spannungen. Nachdem innerhalb weniger Tage rund 60.000 Migranten die Grenze erreicht hatten, gibt es nun Hinweise darauf, dass der gewaltige Zustrom möglicherweise nicht nur eine Folge spontaner Migration war. In Spanien wächst der Verdacht, dass Marokko die Situation zumindest zeitweise zugelassen haben könnte.
Nach Angaben spanischer Sicherheitskreise sollen marokkanische Grenzpolizisten kurz vor dem Ansturm ihre Positionen an der Grenze zu Ceuta verlassen haben. Erst Stunden später griffen die Behörden ein und versuchten mit Wasserwerfern und Tränengas, die Lage unter Kontrolle zu bringen.
Dieser Twitter Post kann aufgrund Ihrer aktuellen Datenschutzeinstellungen nicht angezeigt werden, da für dessen Einbettung ein Drittanbieter hinzugezogen wird, der technisch für den Betrieb der Website nicht zwingend notwendige Cookies setzt. Wenn Sie den Inhalt sehen möchten, bitten wir Sie um Einwilligung zu diesem konkreten Cookie von „Twitter“. Ihre Einwilligung ist einmalig für den Aufruf dieses Inhalts und wird nicht gespeichert.
Je nach Anbieter kann mit der Erteilung Ihrer Einwilligung auch ein Datentransfer in Drittstaaten verbunden sein, für die keine geeigneten Garantien vorliegen. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung .
"Geht dort entlang"
Für zusätzliche Unruhe sorgen Berichte von Migranten selbst. Mehrere Männer erzählten der "New York Times", marokkanische Sicherheitskräfte hätten sie nicht aufgehalten, sondern ihnen sogar den Weg Richtung Spanien gezeigt. Der 26-jährige Youssef Alaoui berichtete: "Sie sagten immer nur: Geht dort entlang, geht dort entlang." Ein weiterer Migrant erklärte, Beamte hätten ihn mit den Worten "Kommt nach Spanien" zum Grenzübertritt ermutigt.
Dieser Twitter Post kann aufgrund Ihrer aktuellen Datenschutzeinstellungen nicht angezeigt werden, da für dessen Einbettung ein Drittanbieter hinzugezogen wird, der technisch für den Betrieb der Website nicht zwingend notwendige Cookies setzt. Wenn Sie den Inhalt sehen möchten, bitten wir Sie um Einwilligung zu diesem konkreten Cookie von „Twitter“. Ihre Einwilligung ist einmalig für den Aufruf dieses Inhalts und wird nicht gespeichert.
Je nach Anbieter kann mit der Erteilung Ihrer Einwilligung auch ein Datentransfer in Drittstaaten verbunden sein, für die keine geeigneten Garantien vorliegen. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung .
In Madrid wird hinter den Kulissen intensiv über mögliche politische Hintergründe diskutiert. Offiziell vermeidet die spanische Regierung direkte Vorwürfe gegen Rabat und betont weiterhin die Zusammenarbeit mit Marokko. Gleichzeitig räumen Vertreter ein, dass ein solcher Massenansturm ohne ein verändertes Verhalten der marokkanischen Sicherheitskräfte kaum möglich gewesen wäre.
Auch interessant
Annäherung an Algerien
Als möglicher Auslöser gilt auch der Zeitpunkt der Eskalation. Wenige Tage zuvor hatte Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez die Beziehungen zu Algerien wieder intensiviert. Jede Annäherung Spaniens an den Rivalen Algerien wird in Marokko mit Misstrauen verfolgt – insbesondere wegen des langjährigen Konflikts um die Westsahara.
Erinnerungen werden zudem an die Krise von 2021 wach. Damals erreichten innerhalb kurzer Zeit Tausende Migranten Ceuta, nachdem Marokko die Grenzkontrollen gelockert hatte. Die Situation beruhigte sich erst, nachdem Spanien seine Position im Westsahara-Streit zugunsten Marokkos angepasst hatte.
Ein weiterer Faktor könnte ein Urteil des spanischen Obersten Gerichtshofs gewesen sein. Demnach dürfen Menschen, die Ceuta schwimmend erreichen oder aus dem Meer gerettet werden, nicht automatisch zurückgeschickt werden. In sozialen Netzwerken verbreitete sich daraufhin das Gerücht, eine Einreise über das Meer biete Schutz vor Abschiebung.
Mittlerweile hat sich die Lage in Ceuta wieder weitgehend beruhigt. Laut spanischen Angaben kehrten nahezu alle der angekommenen Migranten nach Marokko zurück. Der Verdacht einer gezielten politischen Einflussnahme bleibt jedoch bestehen – Beweise für eine bewusste Steuerung des Ansturms gibt es bislang nicht.
Dieser Twitter Post kann aufgrund Ihrer aktuellen Datenschutzeinstellungen nicht angezeigt werden, da für dessen Einbettung ein Drittanbieter hinzugezogen wird, der technisch für den Betrieb der Website nicht zwingend notwendige Cookies setzt. Wenn Sie den Inhalt sehen möchten, bitten wir Sie um Einwilligung zu diesem konkreten Cookie von „Twitter“. Ihre Einwilligung ist einmalig für den Aufruf dieses Inhalts und wird nicht gespeichert.
Je nach Anbieter kann mit der Erteilung Ihrer Einwilligung auch ein Datentransfer in Drittstaaten verbunden sein, für die keine geeigneten Garantien vorliegen. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung .
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden