Giftige Meerestiere

Portugiesische Galeere: Urlaubsland sperrt Strände

Eine Portugiesische Galeere liegt auf sandigem Strand mit einigen Muscheln.
© Getty Images
An der französischen Atlantikküste breitet sich die Portugiesische Galeeren aus
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Wegen der giftigen Meerestiere mussten erste Strände bereits gesperrt werden. Besonders betroffen ist der Badeort Mimizan, wo der Strand vorsorglich komplett geschlossen wurde. Auch in Ilbarritz bei Biarritz sowie an weiteren Küstenabschnitten der Bretagne und des Baskenlands wurden die Tiere gesichtet.

Die Portugiesische Galeere wird häufig mit einer Qualle verwechselt, ist jedoch keine einzelne Qualle, sondern eine Kolonie aus spezialisierten Polypen. Auffällig ist ihr blau-violetter, mit Gas gefüllter Schwimmkörper, während ihre nahezu unsichtbaren Tentakel unter Wasser Längen von bis zu 50 Metern erreichen können.

Starke Schmerzen

Ein Kontakt mit den Tentakeln verursacht äußerst schmerzhafte Hautverletzungen und rote Striemen. In seltenen Fällen kann das Gift schwere allergische Reaktionen auslösen. Die französischen Behörden warnen deshalb eindringlich davor, die Tiere anzufassen – selbst dann nicht, wenn sie bereits tot am Strand liegen. Auch abgerissene Tentakel bleiben noch mehrere Tage hochgiftig.

Portugiesische Galeere schwimmt im Meer, im Hintergrund Pico-Berg und Kondensstreifen am Himmel.
© Getty Images

Wer eine Portugiesische Galeere entdeckt, sollte umgehend die Rettungsschwimmer informieren und Abstand halten. Nach einem Kontakt wird empfohlen, das Wasser sofort zu verlassen und die betroffene Hautstelle mit Meerwasser oder warmem Wasser sowie Essig zu spülen. Sichtbare Tentakel sollten vorsichtig mit einer Pinzette, einem Handschuh oder einer Plastikkarte entfernt werden. Bei starken Beschwerden sollte umgehend medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.

Eigentlich stammen Portugiesische Galeeren aus tropischen und subtropischen Gewässern. Experten führen ihr zunehmend häufiges Auftreten an Europas Küsten unter anderem auf steigende Meerestemperaturen infolge des Klimawandels zurück. Auch die Überfischung der Meere spielt eine Rolle, da natürliche Fressfeinde wie Meeresschildkröten oder Mondfische seltener geworden sind. Bereits im vergangenen Sommer hatten die Tiere an der französischen Atlantikküste zu mehreren Strandsperrungen geführt.

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