Anfang vom Ende?

FIFA-Knall: Jetzt wird es eng für Gianni Infantino

Ein Mann im Anzug steht und applaudiert auf einer Tribüne im Stadion.
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Der FIFA-Chef gerät zunehmend unter Druck.
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Gianni Infantino hat im Streit um die umstrittenen Investorenpläne der FIFA einen überraschenden Rückzieher gemacht. Nach massivem Widerstand aus zahlreichen Fußballverbänden verzichtet der Weltverband vorerst auf das Vorhaben, Anteile an einer neuen Tochtergesellschaft an Investoren zu verkaufen. Das Projekt hätte der FIFA zusätzliche Milliarden einbringen sollen, sorgte jedoch weltweit für heftige Kritik.

Besonders die UEFA stellte sich geschlossen gegen die Pläne. Auch Verbände aus Nord- und Mittelamerika, der Karibik sowie Asien schlossen sich dem Protest an. Damit war klar, dass FIFA-Präsident Infantino für sein Vorhaben keine Mehrheit mehr finden würde.

In einer Stellungnahme erklärte der Schweizer, man habe sich die unterschiedlichen Positionen angehört. Das Projekt habe zu Spaltungen geführt, "die – unabhängig vom Ausmaß der Unterstützung – nicht mehr im Interesse des ursprünglich angestrebten Ziels liegen". Deshalb werde der Vorschlag "nicht weiterverfolgt". Gleichzeitig kündigte Infantino an, in den kommenden Wochen alle Beteiligten wieder an einen Tisch bringen zu wollen, um den Fußball gemeinsam weiterzuentwickeln.

Ein Mann spricht bei einer Pressekonferenz neben dem FIFA-WM-Pokal und einem Mikrofon.
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Mit dem Rückzieher ist die Debatte jedoch keineswegs beendet. Die Investorenpläne hatten nicht nur Verbände gegen den FIFA-Chef aufgebracht, sondern auch innerhalb des Weltverbandes für Unruhe gesorgt. Laut Berichten der Nachrichtenagentur AP warf FIFA-Betriebsdirektor Kevin Lamour Infantino vor, die eigenen Mitarbeiter übergangen zu haben. Zuvor hatte auch der langjährige Berater Carlos Cordeiro aus Protest seinen Rücktritt erklärt.

Wird Infantino gestürzt?

Im kommenden Jahr steht die Wahl des FIFA-Präsidenten an. Lange galt Infantino als nahezu unantastbar und als sicherer Kandidat für eine weitere Amtszeit. Nach dem jüngsten Machtkampf scheint seine Position jedoch deutlich geschwächt.

Als möglicher Herausforderer wird laut dem Magazin "Politico" inzwischen Nasser Al-Khelaifi gehandelt. Der Präsident von Paris Saint-Germain und Vorsitzende des katarischen Sportsenders beIN Sports soll im Hintergrund als Gegenkandidat aufgebaut werden. Offiziell weist sein Umfeld entsprechende Ambitionen zwar zurück, dennoch gilt der einflussreiche Funktionär als einer der wenigen, die Infantino ernsthaft gefährlich werden könnten.

Ein Mann im Anzug winkt lächelnd vor einem hellen Gebäude in die Kamera.
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Ob sich tatsächlich ein Gegenkandidat findet, bleibt offen. Fest steht jedoch: Der geschlossene Widerstand der großen Kontinentalverbände hat gezeigt, dass Infantinos Macht nicht mehr unangreifbar ist. Die Präsidentenwahl im kommenden Jahr dürfte damit spannender werden als lange erwartet.

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