Schon wieder!

Schüsse im Bermuda-Dreieck: zwei Festnahmen

Schwarze Luftdruckpistole liegt auf einem hellen Holztisch.
© LPD Wien
Gewalt-Eskalation in der Innenstadt: Ein 17-Jähriger soll einem Mann eine Luftdruckpistole an den Kopf gehalten und mehrmals abgedrückt haben. Erst tags zuvor fielen im Zuge einer Prügelattacke am Schwedenplatz Schüsse.
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Wien. Schockierende Szenen mitten im Wiener Nachtleben: Innerhalb von nur zwei Nächten kam es rund um den Schwedenplatz und die Rotenturmstraße zu zwei gewalttätigen Vorfällen, bei denen Schüsse beziehungsweise eine Schussabgabe mit einer Waffe im Raum stehen. Während am Sonntag vier Unbekannte einen 22-Jährigen attackiert haben sollen und dabei Schüsse fielen, eskalierte in der Nacht auf Montag eine weitere Auseinandersetzung. Diesmal soll ein 17-Jähriger einem Mann eine Luftdruckpistole an den Kopf gehalten und mehrmals abgedrückt haben.

22-Jähriger verprügelt, plötzlich fallen Schüsse

Bereits in der Nacht auf Sonntag kam es am Schwedenplatz zu einer brutalen Attacke. Ein 22-Jähriger war mit Freunden unterwegs, als vier bislang unbekannte Männer auf ihn losgegangen sein sollen. Die Angreifer schlugen mehrfach auf das Gesicht des jungen Mannes ein. Mitten in der Auseinandersetzung waren plötzlich mehrere Knallgeräusche zu hören.

Laut Polizei soll einer der Angreifer mehrmals in die Luft geschossen haben. Vermutlich kam dabei eine Schreckschusswaffe zum Einsatz. Ob eine scharfe Schusswaffe verwendet wurde, war zunächst unklar. Als die alarmierten Polizisten eintrafen, hatten die vier Verdächtigen bereits die Flucht ergriffen. Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb erfolglos. Die Tatwaffe wurde sichergestellt.

Warum die Männer den 22-Jährigen attackiert haben sollen, war zunächst Gegenstand der Ermittlungen.

Nächste Eskalation auf der Rotenturmstraße

Nur eine Nacht später kam es wenige Meter entfernt zur nächsten Gewalteskalation. Am Montag gegen 0.30 Uhr soll ein 17-Jähriger gemeinsam mit einem 20-jährigen Syrer und drei weiteren, bislang unbekannten Tatverdächtigen einen 25-Jährigen in der Rotenturmstraße mit Faustschlägen attackiert haben.

Besonders brisant: Im Zuge der Auseinandersetzung soll der Jugendliche dem 25-Jährigen eine Luftdruckpistole an den Kopf gehalten und mehrmals abgedrückt haben. Der Mann konnte sich rechtzeitig wegducken und blieb unverletzt.

Auch sein 21-jähriger Begleiter wurde verletzt. Einer der bislang unbekannten Verdächtigen soll ihn durch einen Stoß am Knöchel verletzt haben. Der 21-Jährige musste nach der notfallmedizinischen Erstversorgung durch die Rettung in ein Spital gebracht werden.

Streit um Bub soll Auslöser gewesen sein

Wie der 25-Jährige gegenüber der Polizei schilderte, war er zuvor mit seinem Freund in der Wiener Innenstadt unterwegs gewesen. Dabei habe er beobachtet, wie die Gruppe, der auch der 17-Jährige angehört haben soll, versuchte, einem Buben unter Zwang etwas zu verkaufen.

Als der 25-Jährige die Gruppe darauf angesprochen habe, sollen die Männer aggressiv reagiert haben. Zunächst hätten sie den Ort verlassen. Bei einem späteren erneuten Zusammentreffen soll die Situation schließlich eskaliert sein. Es kam zu den mutmaßlichen Faustschlägen und der Bedrohung mit der Luftdruckpistole.

Zwei Festnahmen, weitere Verdächtige gesucht

Polizisten der Wiener Bereitschaftseinheit wurden während ihres Streifendienstes auf den Vorfall aufmerksam und nahmen den 17-Jährigen sowie den 20-jährigen Syrer fest. Die Luftdruckpistole und eine geringe Menge Cannabis wurden sichergestellt.

Der 17-Jährige wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien in eine Justizanstalt gebracht. Der 20-Jährige wurde auf freiem Fuß angezeigt. Nach drei weiteren bislang unbekannten Tatverdächtigen wird ermittelt.

Zwei Vorfälle binnen 48 Stunden

Die beiden Vorfälle ereigneten sich innerhalb kürzester Zeit in einem der bekanntesten Ausgehgebiete Wiens. Erst die Prügelattacke samt mutmaßlichen Schüssen am Schwedenplatz, dann die Bedrohung mit einer Luftdruckpistole auf der Rotenturmstraße: Ob zwischen den beiden Fällen ein Zusammenhang besteht, ist bislang nicht bekannt.

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