Legendärer Fund
Taucher machen in Schiffswrack eine sensationelle Entdeckung
Taucher des Bergungsunternehmens "Mel Fisher’s Shipwreck Expeditions" haben vor Key West einen historischen Fund ans Tageslicht gebracht. Aus den Überresten der spanischen Galeone "Nuestra Señora de Atocha" holten die Schatzsucher einen 22,5 Pfund (rund 10 Kilo) schweren Silberbarren. Es ist das erste Mal seit fast 30 Jahren, dass ein solches Objekt aus diesem berühmten Wrack geborgen werden konnte. Das Team stieß in rund 15 Metern Tiefe auf das Relikt, nachdem ein Metalldetektor ein ungewöhnlich starkes Signal geliefert hatte.
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Suche mit dem Metalldetektor
Gegenüber "Fox News" schilderte Sean Browne von der Bergungsfirma den Moment des Erfolgs: "Die Besatzung nutzte einen Lufttransport, um Sand- und Sedimentschichten zu entfernen, während sie sich langsam dem Ziel näherte. Als mehr von dem Objekt freigelegt wurde, wurde klar, dass es sich um einen Silberbarren handelte."
Das Fundstück war zwar stark verkrustet, aber erstaunlich gut erhalten. Eine kleine Vertiefung auf der Oberseite zeigt, dass einst die Reinheit des Materials getestet wurde.
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Silberbarren ist rund 87.000 Euro wert
Experten schätzen den finanziellen Wert auf 50.000 bis 100.000 US-Dollar – umgerechnet rund 87.000 Euro. Der historische Wert ist jedoch weitaus höher. Der Fund bietet einen faszinierenden Einblick in die Ära der historischen Silberflotten.
Tragischer Untergang im Hurrikan
Die "Nuestra Señora de Atocha" gehörte einst zur spanischen Silberflotte und transportierte Reichtümer wie Gold, Kupfer und Edelsteine aus der Neuen Welt nach Europa. Im Jahr 1622 geriet das Schiff vor den Florida Keys in einen schweren Hurrikan und sank samt seiner kostbaren Ladung.
Obwohl der Hauptschatz, die sogenannte "Mother Lode", bereits im Jahr 1985 von Firmengründer Mel Fisher entdeckt wurde, birgt die Fundstelle bis heute Geheimnisse. Historiker gehen davon aus, dass in dieser Region zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert Hunderte spanische Galeonen durch Stürme oder feindliche Angriffe sanken.
Das Bergungsunternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Kulturgüter wissenschaftlich zu erforschen und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. An den Wrackstellen der "Atocha" und des Schwesterschiffs "Santa Margarita" vermuten die Forscher noch zahlreiche weitere wertvolle Objekte.
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