Erste Bank Open

Tennis-Thriller! Zverev entgeht blamablem Erstrunden-Aus

Alexander Zverev ist mit Ende des Jahres an der Spitze der Tennis-Weltrangliste.
© IMAGO/Branislav Racko
Dreistündiger Nervenkrimi! Die Fans in der Wiener Stadthalle bekamen beim Erste-Bank-Open-Auftakt von Alexander Zverev einen echten Tennis-Thriller geboten. Gegen den spanischen Youngster Martin Landaluce (ATP-67.) musste der topgesetzte Deutsche alles in die Waagschale werfen, ehe der Einzug in die zweite Runde feststand. Am Ende setzte sich Zverev ebenso wie Carlos Alcaraz vor ihm im Tie-Break mit 7:5, 3:6, 7:6 (13:11) durch und hält damit seinen Traum vom Sprung an die Spitze der Weltrangliste am Leben.
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Zwei Siege fehlen Alexander Zverev noch zum ganz großen Coup! Der Deutsche könnte noch vor Jahresende zur Tennis-Nummer eins aufsteigen und Jannik Sinner vom Thron stoßen. Damit wäre er nach Boris Becker erst der zweite Deutsche an der Spitze der Weltrangliste. Doch schon zum Auftakt der Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle wurde der Traum vom Tennis-Thron auf eine harte Probe gestellt: Der spanische Youngster Martin Landaluce verlangte Zverev alles ab.

»Eine der besten Vorhände der Welt«

Nach einem umkämpften ersten Satz (7:5) schlug der Außenseiter mit einem 6:3 zurück und erzwang den Entscheidungssatz. Die 9.800 Fans kamen voll auf ihre Kosten: Landaluce, der mit Albert Molina denselben Manager wie Carlos Alcaraz hat, spielte bei seinem ersten Duell mit Zverev furchtlos und mit beeindruckender Aggressivität. "Was für ein Spieler, ein Wahnsinn. Das ist sein erstes Jahr auf der Tour. Er hatte heute eine der besten Vorhände der Welt, hat kaum Fehler gemacht", lobte Zverev seinen Gegner. "Er hat mich zu meinem absoluten Limit gebracht."

Zverev wehrte vier Matchbälle ab

Im dramatischen Schluss-Satz wehrte Landaluce bei 5:6 zunächst zwei Matchbälle ab und rettete sich nach 2:43 Stunden ins Tie-Break. Dort führte der krasse Außenseiter bereits 5:2, ehe ein unerreichbarer Netzroller Zverev auf 5:5 heranbrachte. Doch der Spanier ließ sich nicht beirren und erspielte sich bei 6:5 selbst den ersten von insgesamt vier Matchbällen. Auch bei 8:7, 9:8 und 10:9 hatte Landaluce die Sensation auf dem Schläger – doch am Ende setzte sich der Topstar des Turniers durch. Zverev machte den Sieg im Tie-Break-Krimi perfekt und löste das Ticket für die zweite Runde.

Dort trifft der Deutsche am Donnerstag auf den Sieger des Duells zwischen dem Niederländer Tallon Griekspoor (ATP-50.) und dem US-Amerikaner Brandon Nakashima (ATP-17.). Der Traum vom Tennis-Thron lebt damit weiter.

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