Laut Medienbericht

Terror von Berlin: Kleingarten-Chef sah eine zweite Person

Ein Polizist in der Kleingartenanlage in Berlin-Spandau, in der sich der Terrorist versteckte.
© APA/AFP/JOHN MACDOUGALL
Nach der tödlichen Terror-Fahrt beim CSD in Berlin wurde der mutmaßliche Attentäter von Spezialkräften erschossen. Der Chef des Kleingartens, in dem der Terrorist getötet wurde, sah einen zweiten Mann auf der Parzelle.
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Die deutsche Hauptstadt steht unter Schock: Am Samstagabend raste ein Fahrzeug während des Christopher Street Days im Tiergarten in eine Menschenmenge. Dabei wurden mindestens 29 Personen verletzt, eine Frau erlag noch in der Nacht ihren schweren Verletzungen. Wie der deutsche Bundesinnenminister Alexander Dobrindt bestätigte, handelte es sich um einen islamistischen Terror-Anschlag. Nach der Terror-Fahrt flüchtete der Islamist Abdul B. zu Fuß. Die Polizei prüft derzeit intensiv, ob es nach der Autofahrt noch eine "zweite Tatphase" gab, in der gezielt Menschen mit einer Stichwaffe attackiert wurden.

Am Sonntagabend gipfelte die Fahndung in einem Einsatz in einer Spandauer Gartenlaube. Dort wurde der Tatverdächtige, der mutmaßliche Terrorist Abdul B., von Spezialkräften des SEK erschossen. Laut einem "T-online"-Bericht gehörte die Parzelle nicht dem Vater des Täters, sondern war an eine Pächterin vergeben.

Zeuge sah mysteriösen zweiten Mann

Brisante Details lieferte nun der Vorsitzende des Kleingartenvereins Burgwallschanze. Er gab gegenüber "T-online" an, am Sonntag noch eine zweite Person auf der betroffenen Parzelle beobachtet zu haben. "Da war noch eine zweite Person auf der Parzelle", wird er zitiert. Der etwa 40-jährige Mann habe Kopfhörer im Ohr gehabt und auf eine direkte Ansprache des Vereinschefs nicht reagiert. Daraufhin habe der Vorsitzende abgelassen und die Pächterin des Gartens informiert.

Dobrindt gibt vorerst leichte Entwarnung

Innenminister Dobrindt erklärte, dass nach dem Tod des mutmaßlichen Täters aktuell keine akute Gefahr mehr bestehe: "Es gibt weitere Maßnahmen, aber wir gehen jetzt aktuell von keiner weiteren Gefährdung aus. Aber das ist alles immer eher eine Momentaufnahme." Typischerweise würden solche Anschläge von Einzeltätern begangen. Dennoch werde eine zweite Person von den Behörden überprüft: "Es gibt eine weitere Person, die dort in Betrachtung ist. Das hat sich bisher aber nicht erhärtet, ist aber auch noch nicht abgeschlossen."

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