Rangnick schaut zu
Transfer-Knall: Neuer Klub buhlt um ÖFB-Star Alaba
Jetzt sorgt CF América für Aufsehen: Nach Informationen des italienischen Transferjournalisten Matteo Moretto soll der mexikanische Traditionsklub die Situation des 34-jährigen ÖFB-Kapitäns genau beobachten und eine Verpflichtung prüfen.
Mexiko statt Champions League?
Für Alaba wäre es ein überraschender Karriere-Schlenker. Nach seinem Abschied von Real Madrid war eigentlich klar: Der nächste Klub sollte möglichst wieder die große europäische Bühne bieten – idealerweise inklusive Champions League. Doch daraus wird zumindest in der Ligaphase nichts mehr. Die Kaderlisten wurden am 2. September geschlossen, eine Nachnominierung ist erst ab der K.-o.-Phase möglich. Einen neuen Klub kann Alaba als Vertragsloser aber weiterhin unterschreiben.
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Und die Alternativen sind durchaus prominent. Lazio Rom soll dem Österreicher laut Corriere dello Sport zuletzt drei Millionen Euro pro Saison angeboten haben – Alaba soll abgelehnt haben. Auch Manchester United soll wegen seiner Gehaltsvorstellungen inzwischen zurückhaltender sein. Und dann wäre da noch der FC Barcelona. Die Fantasie dahinter: Barça-Coach Hansi Flick, der Alaba aus gemeinsamen Bayern-Zeiten bestens kennt und mit ihm 2019/20 das Triple holte. Konkreter ist diese Spur bislang aber allerdings nicht.
Jetzt wird der Poker auch für Rangnick spannend
Denn während Alaba weiter auf Klubsuche ist, rückt beim ÖFB die nächste Entscheidung näher. Am 14. September nominiert Ralf Rangnick seinen Kader für das Nations-League-Doppel gegen Israel (24.9,, 20.45 Uhr) und Kosovo (27.9., 18 Uhr). Dann könnte sich zeigen, ob Alaba trotz seiner fehlenden Spielpraxis wieder im Aufgebot steht – und vielleicht sogar, ob er bis dahin bereits einen neuen Arbeitgeber gefunden hat.
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Sein letztes Pflichtspiel bestritt der Kapitän am 2. Juli bei der WM gegen Spanien. Seither hält er sich individuell fit und zeigt seine Trainingseinheiten immer wieder. Doch während die anderen Nationalspieler längst im Liga- und Europacup-Rhythmus sind, wartet Alaba noch immer auf seine nächste Herausforderung.
Vereinslos – aber trotzdem für das ÖFB-Team spielberechtigt?
Grundsätzlich spricht nichts gegen eine Einberufung. Auch ein vereinsloser Spieler darf für sein Nationalteam auflaufen. Die Entscheidung liegt allein bei Rangnick. Und damit stellt sich die spannende Frage: Setzt der Teamchef weiterhin auf die Klasse und Erfahrung seines Kapitäns – oder gibt die fehlende Spielpraxis den Ausschlag?
Ein Blick auf die WM liefert jedenfalls ein kurioses Beispiel: Auch Kap-Verdes Torhüter Vozinha war beim Turnier vereinslos. Er avancierte zum Helden und fand anschließend mit Colo-Colo einen neuen Klub. Vielleicht also ein gutes Omen für Alaba.
Am 14. September wird Rangnick den Vorhang lüften. Vielleicht ist bis dahin aber auch der Alaba-Poker endlich gelöst.
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