"Regelrechte Revolution"

Trump: Frankreich wird "von Migranten erobert und niedergebrannt"

Mann in Anzug und USA-Kappe spricht am Mikrofon und zeigt mit dem Finger nach vorne.
© APA/AFP/KENT NISHIMURA
US-Präsident macht Einwanderer für Krawalle verantwortlich.
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Nach den gewaltsamen Ausschreitungen in Frankreich hat US-Präsident Donald Trump die rechtspopulistische französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen als "konservative Stimme" gepriesen. "Für mich sieht es so aus, als ob sie in Führung lag", sagte Trump am Dienstag vor Journalisten in Washington. Nach den Unruhen vom Wochenende sei sie "definitiv die konservative Stimme". Eine ausdrückliche Unterstützung für Le Pen sprach Trump aber nicht aus.

Er kenne Le Pen nicht und habe sie noch nie getroffen, sagte Trump. "Aber ich fand, dass sie schlecht behandelt wurde." Auf die Frage eines AFP-Reporters, ob er Le Pen unterstützen würde, erwiderte der US-Präsident: "Für mich würde das wie eine Instrumentalisierung aussehen."

Le Pen wurde im März 2025 von einem französischen Gericht wegen Korruption verurteilt. Zunächst wurde ihr für fünf Jahre ein Politikverbot auferlegt, doch ein Berufungsgericht ebnete ihr in diesem Jahr den Weg für eine Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl 2027. Trump selbst war der erste US-Präsident, der als verurteilter Straftäter ins Weiße Haus einzog.

Einwanderer für Gewalt verantwortlich

Trump bekräftigte außerdem seinen Vorwurf, dass Einwanderer für die Gewalt am Rande der Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem in Frankreich verantwortlich seien. "Das war kein kleiner Aufstand, das war kein kleiner Protest, das war eine regelrechte Revolution, und sie dauert an", sagte Trump, der seit seinem Amtsantritt einen harten Kurs gegen irregulär eingewanderte Migranten fährt.

Bei einer Wahlkampfveranstaltung am Montag in Kansas vor den US-Zwischenwahlen wetterte Trump gegen Frankreich und behauptete, das Land werde "von Migranten, Dschihadisten und Kommunisten erobert, geplündert und niedergebrannt".

Ein vermummter Demonstrant läuft an einem brennenden Zeitungsstand vorbei, im Hintergrund Menschenmenge.
© Getty Images

In mehreren europäischen Städten hatte es am Wochenende am Rande von Protesten schwere Ausschreitungen gegeben. Besonders die Krawalle in Frankreich sorgten international für Aufsehen. Dort wurden Gebäude und Autos in Brand gesetzt und tausende Geschäfte geplündert, Randalierer lieferten sich heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte am Sonntag "Agitatoren aus ultralinken Randgruppen" für die Ausschreitungen verantwortlich gemacht. Diesen hätten sich "zahlreiche Straftäter angeschlossen". Einen Bezug zu Migranten stellte er anders als die rechtspopulistische Kandidatin Marine Le Pen nicht her. Diese bezeichnete die Ausschreitungen als Folge einer "jahrzehntelangen anarchischen Einwanderung".

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