Munition wird knapp

US-General "sucht nach einem Ausweg" aus dem Iran-Krieg

US-General Dan Caine hält Dokumente bei einer Anhörung im Senat am 21. Juli auf dem Tisch.
© APA/AFP/ALEX WROBLEWSKI
Da der Einsatz von Bodentruppen ausgeschlossen wird und reine Luftangriffe an ihre militärischen Grenzen stoßen, warnte Caine im Kreis enger Berater vor den Risiken einer unkontrollierten Eskalation.
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US-General Dan Caine hat Beratern des US-Präsidenten verdeutlicht, dass die Vereinigten Staaten einen Ausweg aus dem Konflikt mit dem Iran finden müssen, wie "CNN" berichtet. Seiner Meinung nach könnte eine militärische Eskalation nach hinten losgehen. Er teilte diese Sorgen mit Kabinettsmitgliedern wie CIA-Direktor John Ratcliffe, Außenminister Marco Rubio und Vizepräsident JD Vance.

Laut Insidern gehe es ihm auch darum, das US-Militär zu schützen, da eine Entsendung von Bodentruppen abgelehnt wird und stattdessen massiv auf Luftangriffe gesetzt wird.

Optionen der Luftwaffe sind begrenzt

Ein Ende des seit knapp sechs Monaten andauernden Krieges ist aktuell nicht in Sicht. Das erklärte Ziel bleibt es, Teheran vom Bau einer Atomwaffe abzuhalten. Caine machte jedoch klar, dass Luftangriffe allein an ihre Grenzen stoßen. Pläne für eine Eskalation Ende Juli wurden vorerst gestoppt, nachdem Verbündete im Nahen Osten vor iranischen Gegenschlägen auf ihre eigene Energieinfrastruktur gewarnt hatten.

Start einer iranischen Rakete auf US-Ziele in Katar, Kuwait und Oman.
Dieses am 17. Juli 2026 von der Sepah-News-Website der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) veröffentlichte Standbild aus Videomaterial zeigt den Start einer Rakete von einem unbekannten Standort auf US-Ziele in Katar, Kuwait und Oman. Der Kommandeur der Luft- und Raumfahrtstreitkräfte der iranischen Revolutionsgarden schwor am 17. Juli, dass Teheran seine Angriffe in der Region nicht einstellen werde, bis die USA ihre Angriffe auf die iranische Südküste und die Straße von Hormuz einstellen. © APA/AFP/SEPAHNEWS.COM/-

Bestände an Munition schwinden drastisch

Ein massives Problem sind die stark schwindenden Munitionsbestände der USA. Führende Kommandeure stufen diese mittlerweile als "gefährlich niedrig" ein, wie "CNN" unter Berufung auf Insider berichtet. Der Präsident zeigt sich frustriert darüber, dass dieser Umstand an die Öffentlichkeit gelangte, da es die Verhandlungsposition schwächt.

Video zum Thema

Möglicher Hormuz-Deal zwischen Iran und Oman


© oe24


Das Pentagon und das US-Zentralkommando (CENTCOM) überdenken nun ihre Strategien. Sechs Monate nach Kriegsbeginn wird intern sogar um neue, unkonventionelle Ideen gebeten, um Druck auf den Iran auszuüben.

Patriot-Flugabwehrraketensystem (Symbolbild)
Patriot-Flugabwehrraketensystem (Symbolbild) © EPA

Suche nach einem symbolischen Sieg

Obwohl Caine intern versicherte, dass die US-Streitkräfte massiven Schaden anrichten könnten, drängt er privat auf diplomatische Spielräume. Da eine entscheidende Niederlage des Irans wohl nur mit verlustreichen Bodentruppen zu erreichen wäre – was im Weißen Haus derzeit niemand fordert – liegt der Fokus auf Alternativen.

US-Präsident Donald Trump am 3. August 2026 im Oval Office
US-Präsident Donald Trump am 3. August 2026 im Oval Office © EPA

Das Ziel ist es, Donald Trump zumindest einen symbolischen Sieg zu sichern, der der amerikanischen Bevölkerung präsentiert werden kann. Als möglicher Startschuss dafür gilt eine Vereinbarung zur Wiedereröffnung der Straße von Hormuz.

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