Dengler-Rauswurf

Vertrauensindex: Meinl-Reisinger stürzt total ab

Eine Frau steht im Parlament vor leeren Sitzen, im Hintergrund arbeiten zwei Personen am Computer.
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Kickl und Marterbauer mit stärkstem Plus
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Ein weitgehend unverändertes Bild zeigt der APA/OGM-Vertrauensindex zu Beginn der parlamentarischen Sommerpause. Die höchsten Einbußen verzeichnet nach der Debatte um den Ausschluss von NEOS-Mitgründer Veit Dengler aus Parlamentsklub und Partei NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger. Sie verlor elf Punkte auf minus 20 (Differenz zwischen Vertrauen und Nicht-Vertrauen, Anm.). Ein größeres Plus verzeichneten nur FPÖ-Chef Herbert Kickl und Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ).

Balkendiagramm zeigt das Vertrauen in österreichische Bundespolitiker im Juli 2026 laut OGM-Index.
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Kickl weist dabei als einziger Parteichef einen Vertrauenszuwachs (plus 6) auf: Trotzdem liegt er mit einem Saldo von minus 36 auf dem letzten Platz von ihnen. Den besten Wert unter den Parteispitzen hat nach wie vor Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP): Auch er verzeichnet aber ein Minus von fünf Punkten und kommt damit auf einen deutlichen Negativsaldo von minus zehn. Grünen-Chefin Leonore Gewessler liegt mit einem Saldo von minus 23 hinter Meinl-Reisinger auf Platz drei, SPÖ-Chef Vizekanzler Andreas Babler haarscharf vor Kickl mit einem Saldo von minus 35 auf Rang vier. Sowohl Gewessler als auch Babler verloren gegenüber dem letzten Vertrauensindex im April je zwei Punkte.

Diagramm zeigt Politiker mit größtem Vertrauensminus in Österreich von April bis Juli 2026.
Politikerinnen & Politiker mit größtem Vertrauensminus. Quelle: OGM. Die Auslieferung der APA-Grafiken als Embed-Code ist ausschließlich Kunden mit einer gültigen Vereinbarung für Grafik-Pauschalierung vorbehalten. Dabei inkludiert sind automatisierte Schrift- und Farbanpassungen an die jeweilige CI. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an unser Grafik-Team unter grafik@apa.at. GRAFIK 0887-26-SLIDES © APA

Van der Bellen weiter an der Spitze

An der Spitze der gesamten Liste liegt nach wie vor Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Er kommt unverändert auf einen Saldo von plus 23. Dahinter platziert sich die Dritte Nationalratspräsidentin Doris Bures mit einem Saldo von plus 15, wobei sie gegenüber April um drei Punkte verlor. Einziges Regierungsmitglied mit einem Plus-Saldo ist Marterbauer mit einem Saldo von plus 11. Er gewann dabei gegenüber April um fünf Punkte an Vertrauen, was auch mit der Bekanntgabe seiner Krebsdiagnose zu tun haben könnte (diese erfolgte am ersten Tag der Erhebung, Anm.).

Knapp ins Negative gerutscht ist Wissenschaftsminister Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) mit einem Saldo von minus eins. Ihren Verlust von sechs Punkten erklärt OGM vor allem mit der Diskussion um die mögliche Kürzung des Unibudgets. Ebenfalls sechs Punkte verloren Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS, insgesamt minus 15) nach der Diskussion um die Hitze an den Schulen und Gesundheits- bzw. Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ, insgesamt minus 13) nach der Bekanntgabe der Ergebnisse zur Reformpartnerschaft.

Finanzstaatssekretärin Eibinger-Miedl bestklassierte ÖVP-Vertreterin

ÖVP-Regierungsmitglied mit den besten Vertrauenswerten ist - parallel zu Marterbauer - Finanz-Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl mit einem Negativsaldo von minus drei und einem leichten Zugewinn von zwei Punkten. Von den Klubobleuten genießt der nach dem Rücktritt von August Wöginger erstmals abgefragte schwarze Klubchef Ernst Gödl (Saldo von minus vier) das größte Vertrauen.

Ganz hinten hat Kickl nach seinem Vertrauenszugewinn die rote Laterne an Staatssekretär Josef Schellhorn abgegeben. Letzterer kommt auf einen Vertrauenssaldo von minus 38 und liegt damit hinter Kickl und Nationalratspräsident Walter Rosenkranz (FPÖ, beide minus 36). Die schlechtesten Werte bei den Roten hat Babler mit minus 35.

Für den Vertrauensindex Bundespolitik wurden 1.006 repräsentativ ausgewählte wahlberechtigte ÖsterreicherInnen ab 16 Jahren im Zeitraum 13. bis 15. Juli befragt. Die maximale Schwankungsbreite beträgt 3,1 Prozent in beide Richtungen. Der Vertrauenssaldo errechnet sich als Differenz der Prozentwerte "vertraue" minus "vertraue nicht".

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