Beim Unkrautjäten

Vier Tote: Super-Schnellzug rast in Arbeitergruppe

© Getty Images
Tragisches Zugunglück in Japan: Vier Arbeiter wurden von einem Schnellzug erfasst und getötet. Warum die Männer auf den Gleisen waren, während sich der Zug näherte, ist noch unklar.
OE24 auf Google bevorzugen

Das Unglück ereignete sich am Bahnhof Shin-Kanuma in der Stadt Kanuma, rund 100 Kilometer nördlich von Tokio. Nach Angaben örtlicher Medien waren die Arbeiter gerade damit beschäftigt, Unkraut aus dem Gleisbereich zu entfernen.

Plötzlich erfasste der Schnellzug die Männer. Als die Rettungskräfte eintrafen, waren drei der Arbeiter noch unter dem Zug eingeklemmt. Die Feuerwehr bestätigte den Tod aller vier Opfer. Nach Angaben der japanischen Nachrichtenagentur Jiji Press waren sie in ihren 50ern und 60ern.

Passagiere hörten plötzlich lauten Knall

Auch die rund 50 Menschen an Bord des Zuges bekamen das Unglück mit. Ein Passagier berichtete dem Sender NHK, dass während der Fahrt durch den Bahnhof plötzlich ein Rumpeln und laute Geräusche zu hören gewesen seien.

Anschließend überprüften Bahnmitarbeiter, was passiert war. Die Passagiere blieben unverletzt.

Ursache des Unglücks noch offen

Warum sich die Arbeiter auf den Gleisen befanden und wie es zu der Kollision kommen konnte, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen.

Das Unglück sorgt auch deshalb für Aufsehen, weil Japans Bahnverkehr als besonders sicher gilt. Vor allem die berühmten Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszüge gelten als extrem zuverlässig. Seit deren Einführung im Jahr 1964 kam es zu keiner tödlichen Kollision oder Entgleisung.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden