Sparprogramm

VW-Knall: Diese Modelle sollen eingestellt werden

Razzia bei VW in Wolfsburg
© AFP
Bei VW steht ein radikales Sparprogramm bevor.
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Volkswagen verschärft seinen Sparkurs. Im Rahmen des von Konzernchef Oliver Blume vorgestellten Zukunftsplans soll die Modellpalette des Autobauers drastisch verkleinert werden. Nach Unternehmensangaben könnte die Zahl der angebotenen Modelle um bis zu 50 Prozent sinken, die Variantenvielfalt sogar um drei Viertel. Damit will der Konzern Kosten senken und seine Produktion deutlich effizienter gestalten.

Lange Liste

Welche Fahrzeuge konkret betroffen sind, hat Volkswagen zwar noch nicht offiziell bekannt gegeben. Aus Unternehmenskreisen und Branchenberichten zeichnen sich jedoch bereits mehrere wahrscheinliche Streichkandidaten ab.

  • Bereits Geschichte ist der VW Touran. Der Familienvan lief im April 2026 zum letzten Mal vom Band. Langfristig könnte ihn ein elektrischer Nachfolger ersetzen, vorerst bleiben Passat und Caddy die wichtigsten Familienmodelle mit Verbrennungsmotor.
  • Auch für den VW Touareg sieht es schlecht aus. Das große SUV kann bereits nicht mehr neu konfiguriert werden. Hinweise auf eine neue Generation gibt es bislang nicht.
  • Vor dem Ende steht außerdem das T-Roc Cabriolet. Während der klassische T-Roc weitergebaut werden soll, dürfte die Cabrio-Version aus dem Programm verschwinden.
  • Unsicher ist die Zukunft des VW ID.5. Das elektrische Coupé-SUV verkauft sich nur in einer kleinen Marktnische und könnte künftig durch einen elektrischen Tiguan ersetzt werden.
  • Ebenfalls als Streichkandidat gilt der VW Taigo. Da bislang keine Elektroversion angekündigt wurde, könnten seine Tage auf dem europäischen Markt gezählt sein. Eine endgültige Entscheidung soll laut Unternehmenskreisen aber noch ausstehen.
  • Beim VW Polo zeichnet sich hingegen ein differenziertes Bild ab. Zwar setzt Volkswagen in Europa zunehmend auf elektrische Kleinwagen, dennoch soll der Polo mit Benzinmotor nach aktuellem Stand noch bis weit in die 2030er-Jahre angeboten werden. Ein Diesel wird jedoch nicht mehr zurückkehren.
Ein Arbeiter montiert ein Auto an einer Fertigungsstraße in einer Volkswagen-Fabrik.
© Getty Images

Auch andere Marken des VW-Konzerns sind betroffen.

  • Audi: Bei den Ingolstädtern sind der A1 und der Q2 bereits Geschichte und erhalten keine Nachfolger. Stattdessen soll künftig ein elektrischer A2 e-tron die Einstiegsklasse stärken. Auf dem Prüfstand stehen laut Branchenexperten außerdem die Sportback-Versionen des Q3 und Q5 sowie die Zukunft der Luxuslimousine A8. Auch für die bereits eingestellten Sportwagen TT und R8 gibt es derzeit keine Rückkehrpläne. Künftig will Audi den Fokus stärker auf den US-Markt legen und das profitable SUV-Geschäft weiter ausbauen.
  • Cupra: Die junge Performance-Marke gilt als Gewinner innerhalb des Konzerns. Mit dem neuen Elektro-Kleinwagen Raval steht bereits das nächste Modell in den Startlöchern. Dagegen könnten der inzwischen betagte Cupra Ateca und der Cupra Leon aus dem Programm verschwinden.
  • Porsche: Der legendäre 911 bleibt als Gewinnbringer gesetzt. Unsicher ist dagegen die Zukunft einzelner Taycan-Versionen wie Cross Turismo und Sport Turismo. Auch der Panamera sowie das geplante große Elektro-SUV gelten als Wackelkandidaten. Das elektrische Cayenne Coupé ist dagegen noch zu neu, während das Verbrenner-Coupé langfristig verzichtbar sein könnte.
  • Seat: Immer wieder gibt es Spekulationen über die Zukunft der Marke. Zwar weist der Konzern Gerüchte über ein Aus von Seat zurück, doch Modelle wie Ibiza und Arona sind inzwischen in die Jahre gekommen. Experten halten es für möglich, dass sich Seat künftig als günstige Volumenmarke mit Verbrennern und Hybridmodellen positioniert – ähnlich wie Dacia.
  • Škoda: Die tschechische Marke verkauft sowohl klassische Verbrenner als auch Elektroautos erfolgreich. Dennoch dürfte die Elektrifizierung auch hier Folgen haben. Als möglicher Streichkandidat gilt der Scala, während Fabia und Kamiq langfristig durch den elektrischen Epiq ersetzt werden könnten.

Mit dem Umbau reagiert Volkswagen auf sinkende Produktionszahlen, steigenden Kostendruck und den Wandel zur Elektromobilität. Künftig will der Konzern statt früher bis zu zwölf Millionen nur noch rund neun Millionen Fahrzeuge pro Jahr produzieren und sein Modellangebot deutlich stärker auf profitable Baureihen konzentrieren.

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