Kurioser Notruf

Wegen alkoholfreiem Gin Tonic: Wütender Brite ruft die Polizei

Gin-Flaschen verschiedener Marken mit Diebstahlsicherungen in einem Supermarktregal.
© Getty Images
Ein folgenschwerer Einkauf in einem englischen Supermarkt hat für viel Wirbel bei den Behörden gesorgt. Weil ein Kunde unabsichtlich alkoholfreien Gin Tonic kaufte, wählte er empört den Notruf und forderte einen Streifenwagen an.
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Ein kurioser Vorfall in der englischen Grafschaft Hertfordshire sorgt derzeit im Netz für fassungslose Reaktionen und heftige Diskussionen. Ein durstiger Kunde wollte sich an einem sonnigen Vormittag im Park ein erfrischendes Getränk gönnen. Er steuerte eine Filiale der bekannten Supermarktkette Tesco an und griff im Alkoholregal zielstrebig zu mehreren Dosen der bekannten Marke Gordon's Gin Tonic. Doch als er es sich im Park gemütlich gemacht hatte und die erste Dose öffnete, folgte die bittere Enttäuschung: Auf der Verpackung prangte der Hinweis, dass es sich um eine alkoholfreie Variante handelte.

Streit im Supermarkt eskaliert völlig

Der verärgerte Mann wollte den Fehlkauf nicht einfach auf sich sitzen lassen und kehrte umgehend in den Supermarkt zurück. Er verlangte an der Kassa den Umtausch der noch ungeöffneten Dosen. Um fair zu bleiben, bot er sogar an, die bereits geöffnete und angetrunkene Dose ordnungsgemäß zu bezahlen. Doch das Personal in der Tesco-Filiale stellte sich quer und verweigerte den Umtausch. Da die Angestellten nicht auf seine Forderung eingingen und die Situation aus Sicht des Kunden feststeckte, sah dieser schließlich nur noch einen Ausweg: Er griff zum Mobiltelefon und wählte die Notrufnummer 999, um die Polizei zu der Filiale zu bestellen.

Die wichtigsten Details des absurden Vorfalls im Überblick

  • Der Fehlkauf: Ein Mann kauft irrtümlich Dosen von alkoholfreiem Gordon's Gin Tonic bei der Supermarktkette Tesco.
  • Die Reklamation: Der Kunde fordert im Geschäft den Umtausch der ungeöffneten Dosen und will die offene Dose bezahlen.
  • Die Eskalation: Nach der Weigerung des Personals wählt der wütende Mann die Notrufnummer 999.
  • Die Polizeireaktion: Die Exekutive veröffentlichte die Tonaufnahme als eindringliche Warnung vor dem Missbrauch von Notrufleitungen.

Polizeitelefonat nimmt dramatische Wendung

Kurze Zeit später veröffentlichte die Polizei von Hertfordshire eine Tonaufnahme des skurrilen Gesprächs, um auf die Problematik blockierter Notrufleitungen aufmerksam zu machen. In dem Telefonat beschwerte sich der Anrufer lauthals über die Platzierung der Dosen im Markt. Seiner Meinung nach standen die alkoholfreien Getränke direkt neben den alkoholischen Varianten, was eine Verwechslung unvermeidlich mache. Als die Beamtin in der Einsatzzentrale ihm sachlich erklärte, dass dies absolut kein Fall für die Exekutive sei, geriet der Anrufer völlig außer sich. Er erklärte wütend, dass er sich das nicht gefallen lasse und er sich lieber verhaften lasse, als auf den Kosten von sechs Pfund (rund sieben Euro) sitzen zu bleiben. Die Notrufmitarbeiterin musste ihn schließlich eindringlich warnen und ihm davon abraten, als Protest einfach Alkohol im Geschäft zu stehlen.

Behörden warnen vor blockierten Leitungen

Die Polizei von Hertfordshire nahm diesen bizarren Zwischenfall zum Anlass, um eine deutliche Warnung an die Bevölkerung auszusprechen. Auch wenn solche Anrufe im ersten Moment amüsant wirken mögen, haben sie im Ernstfall dramatische Konsequenzen. Durch solche unnötigen Anrufe werden wichtige Leitungen blockiert, die eigentlich für echte Notfälle und lebensbedrohliche Situationen freigehalten werden müssen. Nach Angaben der britischen Behörden geht täglich eine enorme Anzahl an Notrufen ein, von denen rund ein Drittel eigentlich an andere Stellen verwiesen werden müsste. Neben dem kuriosen Gin-Tonic-Vorfall melden Bürger immer wieder defekte Haushaltsgeräte wie Mikrowellen oder fragen die Beamten schlicht nach der aktuellen Uhrzeit.

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