Geheime Aufnahmen

Roter Bezirkskaiser beschimpft SPÖ-Chef Babler

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© APA/HELMUT FOHRINGER
Partei-interne Kritik: "Bürgermeister, der nichts kann" ++ Tonaufnahmen belasten Donaustädter Bezirksvorsteher Nevrivy
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Der Bezirksvorsteher der Wiener Donaustadt, Ernst Nevrivy (SPÖ), steht erneut unter politischem Druck. Der "Kurier" zitiert neu aufgetauchte Tonaufnahmen aus einer Vierer-Runde vom 20. November 2025 im Weinkeller des inzwischen zurückgetretenen Präsidenten der Wiener Wirtschaftskammer, Walter Ruck, scharfe Verbalattacken Nevrivys gegen die eigene Parteispitze sowie Vorstands- und Regierungsmitglieder.

Angriffe auf SPÖ-Chef und Vizekanzler Babler

Ein Mann im Anzug spricht bei der Eröffnung der Bregenzer Festspiele am Rednerpult.
Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ), im Rahmen der Eröffnung der Bregenzer Festspiele, am Mittwoch, 22. Juli 2026 in Bregenz. © APA/DIETMAR STIPLOVSEK

In den Aufnahmen greift Nevrivy den SPÖ-Bundesparteivorsitzenden, Vizekanzler und ehemaligen Traiskirchner Bürgermeister Andreas Babler frontaler an als bisher bekannt. Neben der pauschalen Bezeichnung der Parteispitze als "Dilettantenpartie" und der Situation als "deprimierend" attackiert er Babler direkt: "Ein Bürgermeister, der nichts kann" und "Babler kann nichts." lautet das vernichtende Urteil des Bezirksvorstehers über seinen Parteichef - das Ganze garniert mit Schimpfworten.

Inhaltlich wirft Nevrivy Babler handwerkliche Fehler vor – unter anderem bei den Plänen zur Mietpreisbremse, durch die laut Nevrivy "kein einziger Österreicher weniger Miete gezahlt" habe. Bezüglich der Rentenpolitik stößt sich Nevrivy an der Einstufung von Pensionen ab 2.500 Euro brutto als Sonderbeitrag: Dadurch habe laut Nevrivy "jeder Österreicher, der sein Leben lang gearbeitet hat, auf einmal eine Luxuspension laut Babler".

Schimpfen auch in Richtung Rathaus

Wie aus dem Bericht hervorgeht, schoss Nevrivy in der Runde nicht nur gegen den Vizekanzler. Er bezeichnete die Wiener Wirtschaftsagentur als "inkompetentesten Haufen, den es geben tut" und stellte zudem die inhaltliche Kompetenz des Wiener Gesundheitsstadtrats Peter Hacker (SPÖ) offen infrage.

Nevrivy gilt als Ludwig-Vertrauter

Für Nevrivy, der in der Vergangenheit bereits juristische Verfahren (darunter Freispruch im Wienwert-Prozess und eine eingestellte Ermittlung in der Kleingartenaffäre) überstanden hatte und als enger Vertrauter von Bürgermeister Michael Ludwig gilt, sorgt die Veröffentlichung der Bänder für erhebliche neue Brisanz.

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