"Unmöglich, hier Ferien zu machen"
Zu laut: Urlauberin reist wegen Kuhglocken ab
Für viele Urlauber gehören Ruhe und Erholung zu den wichtigsten Gründen für eine Reise in die Berge. Doch im italienischen Ort Serina in der Provinz Bergamo sorgten ausgerechnet Kuhglocken für Ärger – so sehr, dass eine Urlauberin ihre Ferien vorzeitig abbrach. Sie klagte, es sei "unmöglich, hier Ferien zu machen", weil das Läuten der Glocken auch nachts zu hören gewesen sei.
Bürgermeister kontert
Bürgermeister Michele Villarboito reagierte auf die Beschwerden mit einer gehörigen Portion Humor. In den sozialen Netzwerken veröffentlichte er eine satirische Karikatur und stellte klar, dass sich die Natur nicht per Verordnung abschalten lasse. "Kuhglocken und der Duft der Weiden sind im Preis inbegriffen", erklärte er. Seine Tür stehe zwar für Gespräche offen, die Bergwelt werde sich aber nicht den Erwartungen einzelner Gäste anpassen.
Für Villarboito ist der Fall Ausdruck einer wachsenden Entfremdung zwischen Stadt und Land. Immer mehr Menschen würden die Natur wie einen Freizeitpark betrachten und seien überrascht, wenn das echte Leben auf der Alm hörbar werde. Dabei seien gerade die Kuhglocken, die Weiden und das ländliche Flair das, was viele Besucher eigentlich suchen. Ähnliche Beschwerden hatte es bereits im vergangenen Jahr wegen der Glocke eines Pferdes gegeben.
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