Regierung erhöht NoVA

Benziner und Diesel werden 2021 teurer

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Regierung erhöht NoVA und argumentiert mit "Ökologisierung" - E-Autos weiter steuerfrei.

Wie berichtet, erhöht die Bundesregierung nach 2020 auch 2021 die Normverbrauchsabgabe NoVA. Laut den Politikern sollen vor allem dicke Autos (noch) teurer werden. Es geht ihr um eine "Ökologisierung". Doch von der Steuererhöung sind so gut wie alle Fahrzeuge mit herkömmlichen Antrieb betroffen. Kein Wunder, dass die Liste der Kritiker sehr lange ist. Dass sie für bisher von der Abgabe befreite Klein-Lkw für Unternehmen ab 2021 umfassen soll, bringt sogar Teile der regierenden ÖVP in die Reihen der Kritiker von ÖAMTC, ARBÖ, Autohandel und Co.
 
 

Gilt auch für Pick-ups, E-Autos ausgenommen

Alle Fahrzeuge zur Personen- und Güterbeförderung bis 3,5 Tonnen werden NoVA-pflichtig. Also auch SUV, Pick-Ups und Vans, die als Klein-LKW gelten und oft von Firmen als solche angemeldet werden. Für die Grünen gilt das als Schließen eines Schlupflochs. Befreit von der NoVA werden von den umweltfreundlichen Gefährten nunmehr explizit nicht nur Elektrofahrzeuge, sondern zum Beispiel auch mit wasserstoffbetriebene Vehikel. Grundsätzlich gilt die Ausnahme künftig für alle Fahrzeuge mit einem CO2-Emissionswert von 0 g/km.
 
Der CO2-Freibetrag von 115 g/km wird abgesenkt. Kommendes Jahr sind weiterhin 3 Gramm je Kilometer geplant, von 2022 bis 2024 erfolgt dann aber neu eine Steigerung auf 5 Gramm.
 
 

CO2-Malus steigt bis 2024

Bei Überschreitung eines gewissen CO2-Grenzwerts ist bereits ein CO2-Malus fällig. Dieser wird von 2021 bis 2024 auf 80 Euro pro Gramm verdoppelt. Kommendes Jahr wird der Malus bei 200 Gramm CO2 je Kilometer schlagend, bis 2024 bei 155 Gramm.
 
Die Deckelung der Nova wird auch Schrittweise angehoben. Bei Pkw wird der Deckel 2021 auf 50 Prozent angehoben. Jährlich kommen 10 Prozentpunkte dazu, sodass die Deckelung 2024 bei 80 Prozent liegt. Auch für CO2-intensivere Motorräder kommt eine Steigerung von 20 auf 30 Prozent.
 
 

Autos um Tausende Euros teurer

Ein BMW X4 M (256 g CO2/km), der heuer (alles gerundet) brutto 116.000 Euro kostet (NoVA: 21.600 Euro) kostet nächstes Jahr 119.400 Euro (NoVA 25.200; +3.600 Euro) und 2024 dann 127.000 (NoVA: 32.800; +11.200 Euro). Bei einem Range Rover Sport SVR werden derzeit rund 175.000 Euro fällig (NoVA 38.300 Euro), nächstes Jahr 193.000 Euro (NoVA 56.300; +18.000 Euro ) und 2024 schließlich 204.000 Euro (NoVA 67.000 Euro; +29.000 Euro).
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