Ausbau in Österreich

Carsharing: Zipcar will voll angreifen

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Aus für Markenname "Carsharing.at" - Kooperation mit ÖBB ausgebaut.

Der nach eigenen Angaben weltweit führende Carsharing-Anbieter Zipcar will sein Angebot in Österreich erweitern. Die Integration von Carsharing.at in das Zipcar-Netzwerk sei nun abgeschlossen, sagte Christof Fuchs, Geschäftsführer von Zipcar Österreich, am Donnerstag vor Journalisten. Der bisherige Markenname Carsharing.at wird nun nicht mehr verwendet.

Keine Österreich-Zahlen
Zipcar hat die österreichische Denzel Mobility CarSharing GmbH im Sommer 2012 übernommen. Weltweit gebe es rund 850.000 Kunden bei einem Angebot von rund 10.000 Fahrzeugen. Genaue Zahlen für Österreich werden nicht bekannt gegeben. Nur so viel, dass Autos von Zipcar österreichweit in 17 Städten und 19 Bahnhöfen zu finden seien und es knapp 120 Standorte gebe. "Der Schwerpunkt ist in Wien, wir sind aber in allen Landeshauptstädten mit Ausnahme von Eisenstadt vertreten", so Fuchs. Laut einem Werbeflyer gibt es österreichweit über 200 Autos.

Zipcar bietet sechs verschiedene Fahrzeuggrößen an fixen Standorten, wo die Autos auch wieder zurückgestellt werden müssen. Neben 60 Euro Jahresgebühr gibt es je nach Fahrzeugmodell verschiedene Tarife für Stunden (ab 8 Euro) und Tage (ab 90 Euro). Mitglieder können nach einer einmaligen Anmeldung weltweit Autos ausleihen.

Die letzten aktuellen Zahlen für Österreich wurden vom Unternehmen im Frühjahr 2013 verkündet: Carsharing.at werde österreichweit von rund 10.000 Kunden genutzt. Die Fahrzeuge seien an 130 Standorten geparkt, 90 davon in Wien. Da einige Standorte auch mit mehreren Autos bestückt seien, stehen in der Bundeshauptstadt insgesamt 130 Autos zur Verfügung.

Kooperation mit ÖBB ausgebaut
Die bereits bestehende Kooperation mit der ÖBB sei weiter ausgebaut worden. Bei Bestellung einer ÖBB-Vorteilscard oder Österreichcard könne man sich zeitgleich für Zipcar anmelden und die Karte als elektronischen Autoschlüssel verwenden. ÖBB-Kunden zahlen eine vergünstige Jahresgebühr von 29 Euro (statt 60 Euro). Weiters gebe es eine Kooperation mit den Wiener Linien.

Auf die APA-Anfrage, wie die Ausbau der Kooperation zu den aktuellen ÖBB-Sparplänen passe, hieß es von den ÖBB: "Die Vernetzung der Verkehrsmittel ist für die ÖBB eine wichtige Voraussetzung für die Mobilität der Zukunft. Für die Kooperation mit Zipcar wurde seitens ÖBB in IT-Implementierungen investiert. Diese Investition ist nachhaltig und rentabel. Flexible Mobilitätslösungen von der ersten bis zur letzten Meile werden immer wichtiger."

Drei Konkurrenten
Neben Zipcar gibt es noch die Carsharing-Anbieter Flinkster , car2go und Emil in Österreich. Car2Go ist ein Unternehmen des Daimler-Konzerns und ist nur in Wien tätig. Es sind insgesamt 700 Kleinwagen der Marke Smart unterwegs. Zuletzt bekundeten auch DriveNow und die Porsche Holding ein Interesse am heimischen Carsharing-Markt. Im Gegensatz zu Zipcar gibt es keine fixen Anmietstationen, die Autos sind frei im Stadtgebiet verteilt.

Ebenfalls nur in Wien ist der nach eigenen Angaben größte deutsche Carsharing-Anbieter Flinkster - eine Tochter der Deutschen Bahn - tätig. Es gibt rund 50 Autos auf 19 Stationen in Parkhäusern und 7 Stationen im öffentlichen Raum zu mieten. Mit Ende März hatte Flinkster 410 Kunden in Österreich, hieß es aus der Presseabteilung der Deutschen Bahn auf APA-Anfrage.

Die Firma Emil ist nur im Salzburger Stadtgebiet aktiv. Es sind 14 Elektroautos an 10 Stationen positioniert. Seit Dezember 2013 hat Emil über 1.000 Kunden, hieß es auf APA-Anfrage.

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