Neuer E-Flitzer Luce

Ex-Ferrari-Boss: "Ich hoffe, Sie entfernen das Pferd"

Das erste reine Elektroauto von Ferrari sorgt weiterhin für viel Aufregung in Italien. Einer der größten Kritiker ist Ex-Ferrari-Chef Luca di Montezemolo. Er spricht von der "Zerstörung einer Legende".

Ferrari-Boss John Elkann hat stressige Tage hinter sich. Am Mittwoch präsentiert der CEO den über 1000 PS starken Ferrari Luce sogar Papst Leo XIV. persönlich. Der Pontifex sitzt Probe, untersucht sehr genau den Innenraum und bekommt die unterschiedlichen Fahrmodi erklärt. Gewöhnlich sind solche Bilder die perfekte Werbung. Doch der erste E-Flitzer von Ferrari erhält hauptsächlich harte Kritik.

Vor allem hasst der Ex-Ferrari-Präsident Montezemolo den Luce. Er warnt sogar vor der "Zerstörung einer Legende". Der Italiener kritisiert: "Wenn ich sagen würde, was ich wirklich denke, würde ich Ferrari einen Bärendienst erweisen. Wir riskieren, eine Legende zu zerstören, und das tut mir wirklich leid. Ich hoffe, Sie entfernen zumindest das springende Pferd von diesem Auto." Auf einen Seitenhieb kann er nicht verzichten: "Immerhin ist es ein Auto, das die Chinesen nicht kopieren werden."

Heftige Kritik aus dem Netz

Im Netz herrscht eine ähnliche Stimmung. Viele Nutzer vergleichen den 550.000-Euro-teuren Wagen mit einem Nissan Leaf oder günstigen Toyota-Modellen. Besonders das Design von einem Ex-Apple-Designer erntet viel Kritik.

Ferrari versucht, die negative Stimmung zu entschärfen. John Elkann bezeichnet den Luce als "ein Auto der Zukunft" und betont, dass das Fahrzeug "unverwechselbar Ferrari" sei.

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