Im Fokus steht die geplante Kontrolle über die Muttergesellschaft von MediaMarkt und Saturn, die Ceconomy AG. Brüssel will nun genauer prüfen, ob der chinesische Konzern JD.com beim Einstieg möglicherweise von staatlicher Hilfe profitiert hat.
Die Sorge: Öffentliche Unterstützung aus China könnte es dem Unternehmen erleichtert haben, ein besonders attraktives Angebot vorzulegen und sich so entscheidende Anteile an einem großen europäischen Handelsunternehmen zu sichern.
Verdacht auf günstige Kredite und Vorteile
Nach Angaben der EU-Kommission wird untersucht, ob JD.com von finanziellen Vorteilen profitiert haben könnte. Dabei geht es unter anderem um mögliche Subventionen, steuerliche Vergünstigungen oder besonders günstige Finanzierungen durch staatlich beeinflusste Banken. Brüssel will klären, ob dadurch Wettbewerbsregeln verletzt wurden und europäische Unternehmen benachteiligt werden könnten.
Deal könnte noch scheitern
Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, könnte die EU-Kommission eingreifen. Denkbar wären Auflagen, finanzielle Ausgleichsmaßnahmen, im Extremfall sogar ein Stopp der Übernahme. Eine Entscheidung wird laut derzeitiger Planung bis Herbst erwartet.
JD.com bereits mit großer Macht
Der Einstieg des chinesischen Konzerns bei Ceconomy läuft bereits seit geraumer Zeit. Nach Unternehmensangaben hält JD.com inzwischen einen großen Teil der Aktien und Stimmrechte. Zusätzlich arbeitet der Konzern eng mit der Beteiligungsgesellschaft der Gründerfamilie zusammen, wodurch der Einfluss auf den Elektronikriesen weiter wächst. Für MediaMarkt und Saturn steht damit ein wichtiger Machtwechsel weiterhin auf der Kippe.
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