Laut Autopapst Dudenhöffer

Die E-Mobilität "kommt mit Macht"

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Autoexperte Dudenhöffer glaubt aber nicht an Ende des SUV-Trends.

Trotz anhaltend hoher SUV-Verkaufszahlen ist der deutsche Autoexperte  Ferdinand Dudenhöffer  vom Aufstieg der E-Mobilität überzeugt. "Das  batterieelektrische Auto  wird in den nächsten zehn Jahren in Europa seinen Durchbruch haben", sagte Dudenhöffer der Nachrichtenagentur AFP. Gleichzeitig gehe der SUV-Trend ungebrochen weiter, denn "den Kunden ist der CO2-Grenzwert egal".

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Strafen 2020 noch gering

Verkäufe und Marktanteil stiegen seit Jahren konstant und täten dies auch weiterhin, sagte Dudenhöffer. Es sei daher "weit hergeholt", anzunehmen, dass die neuen CO2-Grenzwerte der EU ab dem kommenden Jahr Hersteller in diesem gewinnträchtigen Segment zum Umlenken bewegen würden.

Zwar müssen Autobauer Strafzahlungen leisten, wenn sie die künftig strengeren Flottengrenzwerte nicht einhalten. Doch diese Strafen seien 2020 noch "nicht so hart" und daher "eigentlich vernachlässigbar" erklärte Dudenhöffer. "Darum gehen wir davon aus, dass einige die Grenzwerte nicht erfüllen." Auch im Hinblick auf den Absatz von Elektroautos beobachtet er entsprechend: "Die Handbremse ist noch ein bisschen angezogen."

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2022 wird es kritisch

"Aber spätestens 2022 wird es äußerst ernst", sagte Dudenhöffer weiter, dann gebe es "kein Zurück mehr". Nach Hochrechnungen seines Instituts an der Universität Duisburg-Essen müssen dann EU-weit 2,3 Millionen Hybrid- und vollelektronische Fahrzeuge verkauft werden, um angesichts der ungebrochenen SUV-Beliebtheit hohe Strafzahlungen wegen der Flottengrenzwerte zu umgehen.

Der Autoexperte ist dabei optimistisch: "Sicher können wir das schaffen", es seien ja noch zwei Jahre Zeit und die Autobauer richteten sich entsprechend aus. Aus Sicht des Experten ist es kein Widerspruch, gleichzeitig an hohen SUV-Verkäufen festzuhalten und den Verkauf von E-Modellen anzukurbeln - wenn der Automarkt insgesamt wieder wächst.

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E-Mobilität "kommt mit Macht"

Für 2020 prognostiziert Dudenhöffers Institut das zwar noch nicht: In Deutschland gehen die Verkäufe demnach voraussichtlich um vier Prozent zurück, auch in Amerika sinken sie. "China wird sich erst in der zweiten Jahreshälfte berappeln, die Zölle sind noch lange nicht überstanden", erwartet Dudenhöffer. Doch er spricht von einem "Übergangsjahr", danach werde die Zurückhaltung enden und der Verkauf weltweit wieder zulegen. Und dann komme neben den SUV auch die Elektromobilität. "Die kommt mit Macht."

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