Revolution bei E-Autos, Handys & Co.
IBM entwickelt Super-Akku ohne Kobalt
IBM sorgt für eine Revolution bei der Batterieentwicklung: Der US-Konzern hat eine neue Batteriebauweise entwickelt, die Materialien aus Meerwasser verwendet und nicht das teure und nur Ressourcen-intensiv abbaubare Mineral Kobalt benötigt. Wie IBM am Donnerstag mitteilte, wurde die neue Machart zusammen mit der Forschungsabteilung von Mercedes, dem Batterie-Elektrolythersteller Central Glass und dem Batteriehersteller Sidus entwickelt.
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Prototyp binnen 12 Monaten
"Das Ziel wäre, ungefähr innerhalb eines Jahres den ersten funktionierenden Prototypen zu haben", sagte Manager Jeff Welser von IBM Research. Die neue Technologie soll gegen aktuellen Batterien mehrere Vorteile bieten. Laut IBM ist der Super-Akku billiger, lässt sich schneller aufladen (5 Minuten für 80%), ist schwerer entflammbar und arbeitet enorm effizient (Wirkungsgrad von 90 Prozent). Die Neuheit könnte bei allen gängigen Produkten zum Einsatz kommen - vom Smartphone bis zum Elektroauto.
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Kobalt-Abbau: Klage gegen US-Firmen
Die Batteriehersteller versuchen derzeit, den Kobaltgehalt in Lithium-Ionen-Batterien zu reduzieren. Denn die steigende Anzahl an Elektrofahrzeugen wird voraussichtlich zu einer Verknappung des Minerals führen, das hauptsächlich in der Demokratischen Republik Kongo zu finden ist. Zuletzt hat eine Menschenrechtsorganisation US-Firmen wie Apple, Tesla, Google und Microsoft wegen Kinderarbeit verklagt. Die Produkte der Firmen würden Kobalt enthalten, bei dessen Abbau auch Kinder arbeiten müssten, so der Vorwurf. Mit der neuen IBM-Bauweise wären derartige Vorfälle in Zukunft ausgeschlossen.
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