Mini legt nach

Der neue John Cooper Works Countryman

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Briten bringen Sportversion ihres deutlich gewachsenen Kompakt-SUVs.

Während in diesen Tagen die ersten Modelle des von Grund auf neu entwickelten Countryman zu den heimischen Mini-Händlern rollen, geht die britische BMW-Tochter bereits einen Schritt weiter. Konkret baut sie die Palette des bisher größten Modells der Marke nach oben hin aus. So feiert der neue John Cooper Works (JCW) Countryman auf der diesjährigen Auto Shanghai (April 2017) seine Weltpremiere. Alle Infos zur neuen Top-Variante gibt es aber schon jetzt.

Der neue John Cooper Works Countryman
© Mini
× Der neue John Cooper Works Countryman
JCW-Zutaten: 18-Zöller, Sportauspuff, Diffusoreinsatz und Dachkantenspoiler.

Performance

Den Antriebsstrang teilt sich die zweite Generation des JCW Countryman mit dem ebenfalls noch taufrischen JCW Clubman. Es sorgt also auch hier der mit 231 PS und 350 Nm Drehmoment stärkste jemals in einem Mini eingesetzte Motor in Kombination mit dem serienmäßigen Allradantrieb ALL4 für ordentlichen Vortrieb. Im Kompakt-SUV soll das Triebwerk aufgrund des robusteren Fahrzeugkonzepts aber nicht nur auf der Straße für viel Fahrspaß sorgen, sondern bei Bedarf auch auf  unbefestigtem Terrain. An den Fahrleistungen sollte es jedenfalls nicht scheitern: Der John Cooper Works  Countryman spurtet mit serienmäßigem 6-Gang Handschaltgetriebe ebenso wie mit optionalem 8-Gang Steptronic Sport Getriebe (Automatik) in 6,5 Sekunden auf 100 km/h. Er ist dabei um 0,8 beziehungsweise 0,7 Sekunden schneller als der 192 PS starke Cooper S Countryman ALL4. Bei 234 km/h setzt der Luftwidertand dem Vortrieb ein Ende. Auch in der Elastizität beim Zwischenspurt, der Agilität in Kurven und den Verzögerungswerten spielt das Top-Modell im Vergleich zu den zivileren Varianten sein Leistungsplus und die diversen Sportzutaten aus. Adäquat bewegt dürfte der respektable Normverbrauch von 7,4 Liter auf 100 km (169g CO2/km) aber in weite Ferne rücken.

Video zum Thema: Der neue John Cooper Works Countryman

Design und Ausstattung

Neben dem potenten Motor und dem serienmäßigen Allradantrieb verfügt der JCW Countryman über ein Sportfahrwerk mit 18 Zoll großen Leichtmetallrädern sowie eine Brembo Sportbremsanlage. Optisch ist er an eigenständigen Karosseriemerkmalen, die zur Optimierung der Aerodynamik und der Kühlluftzufuhr dienen, erkennbar. Blickfänger des Aerodynamik Kits sind die besonders großen Lufteinlasse vorne, die Seitenschweller, der Dachkantenspoiler sowie der Diffusoreinsatz inklusive Sportabgasanlage. Darüber hinaus strahlt das neue Top-Modell serienmäßig aus LED-Scheinwerfern. Im überwiegend schwarz gehaltenen Innenraum nehmen die Passagiere auf stark ausgeformten Sportsitzen Platz. Zur aufgewerteten Serienausstattung zählen der Komfortzugang, das Radio „Visual Boost“ sowie die Mini Driving Modes (Sport, Mid und Green), über die der Fahrer den Charakter des JCW Countryman per Knopfdruck auf die persönlichen Bedürfnisse einstellen kann. Auf Wunsch ist natürlich auch das große Navigationssystem inklusive der umfangreichen Connected-Dienste, das in der zweiten Countryman-Generation erstmals über einen 8,8 Zoll großen Touchscreen verfügt, erhältlich. Gleiches gilt für die zahlreichen Assistenzsysteme, das Head-up-Dispay sowie das Panorama-Glasdach.

Der neue John Cooper Works Countryman
© Mini
× Der neue John Cooper Works Countryman
Das Cockpit ist endlich so hochwertig, wie man es von einem Auto dieser Preisklasse erwartet.

Nicht mehr mini, dafür aber familientauglich

Darüber hinaus profitieren die Kunden auch von allen weiteren Vorteilen, die die zweite Countryman-Generation bietet. So sorgen die auf 4,30 Meter (+17cm) gewachsene Länge, die um drei Zentimeter breitere Karosserie sowie der um 7,5 Zentimeter erweiterte Radstand für ein ausgesprochen luftiges Raumgefühl. Dieser Mini ist zwar nicht mehr „mini“, dafür aber das erste Modell der Marke, das durchaus familientauglich ist. In Sachen Variabilität und Funktionalität steht der neue Countryman anderen Kompakt-SUVs auch nicht nach. Er bietet fünf Sitzplätze und die Fondsitze können im Verhältnis 60 : 40 um bis zu 13 Zentimeter in Längsrichtung verschoben werden. Zudem erhöhen die in der Neigung einstellbaren und im Verhältnis 40 : 20 : 40 teilbaren und umklappbaren Lehnenelemente die Variabilität. Der Gepäckraum kann von 450 auf bis zu 1.390 Liter erweitert werden und stellt damit sogar den Kofferraum des VW Golf (380 bis 1.270 Liter) in den Schatten.

>>>Nachlesen: Alle Infos vom Mini Countryman II (2017)

Verfügbarkeit

Wie oben erwähnt, wird der neue John Cooper Works Countryman der Öffentlichkeit erstmals im April 2017 vorgestellt. Die Markteinführung startet noch im Frühjahr 2017. Bei den Preisen heißt es tief durchatmen. Mini verlangt für das neue Top-Modell mindestens 45.450 Euro. Die Automatikversion ist ab 47.149 Euro zu haben. Zum Vergleich: Der neue Cooper S Countryman ALL4 ist ab 36.700 Euro zu haben. Das ist zwar auch eine Menge Holz, doch für die meisten Fahrer dürften seine 192 PS im Alltag mehr als ausreichen.

Alle Infos zu den Mini-Modellen finden Sie in unserem Marken-Channel.

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