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Das ist der völlig neue Skoda Octavia

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Tschechen schicken ihr erfolgreichstes Modell völlig neu auf die Straße.

Skoda hat Wort gehalten und am Montagabend in Prag den  völlig neuen Octavia  präsentiert. Da es in den letzten Wochen bereits zahlreiche  offizielle Informationen  und einige  Leaks  zur vierten Generation des Bestsellers gab, blieben Überraschungen weitestgehend aus. Für Experimente gibt es auch keinen Anlass. Denn der Octavia ist für die tschechische VW-Tochter nach wie vor das wichtigste Modell. Daran können auch der SUV-Boom und die guten Verkaufszahlen von Kamiq, Karoq und Kodiaq nichts ändern. In den vergangenen Jahren machte die dritte Generation des Kompaktklassemodells mit rund 400.000 Verkäufen weltweit rund ein Drittel des Gesamtabsatzes der tschechischen Marke aus. Aktuell ist der Octavia in Tschechien, Österreich, der Schweiz, Finnland, Ungarn, Polen, Serbien und Weißrussland das meistverkaufte Fahrzeug überhaupt. Bei diesen Erfolgszahlen spielt der Kombi (heißt bei Skoda „Combi“) eine tragende Rolle: Knapp zwei Drittel der verkauften Octavia entfallen auf diese Karosserieform. Der Lademeister ist der meistverkaufte Kombi Europas. Daher wird Skoda die neueste Generation seines Bestsellers zunächst als Kombi in die Märkte einführen, die Limousine folgt ein paar Wochen später.

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© Skoda
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Abmessungen und Platzangebot

Die Technik des neuen Octavia stammt vom vor gut zwei Wochen vorgestellten und 4,27 Meter langen Golf VIII. Der tschechische Plattformbruder ist jedoch deutlich größer als das Kernmodell der Wolfsburger.Mit 4.689 Millimetern ist der Octavia Combi der vierten Generation 22 Millimeter länger als sein Vorgänger, in der Breite hat er um 15 Millimeter auf 1.829 Millimeter zugelegt (Limousine plus 19 Millimeter auf 4.689 Millimeter in der Länge und plus 15 Millimeter auf 1.829 Millimeter in der Breite). Die Höhe legt um drei Millimeter auf 1.468 Millimeter zu. Der Radstand beträgt unverändert 2.686 Millimeter. Die ohnehin hervorragenden Platzverhältnisse sollen noch einmal großzügiger ausfallen. Die Fondpassagiere haben mit jetzt 78 Millimetern laut Skoda eine noch größere Kniefreiheit als bisher. Das Volumen des größten Kofferraums der Fahrzeugklasse ist beim Combi auf 640 Liter angewachsen. Maximal schluckt der Lademeister nun bis zu 1.700 Liter. Bei der Limousine reicht das Fassungsvermögen von 600 bis 1.555 Lier und fällt damit minimal kleiner aus als beim Vorgänger. Hier macht sich das dynamischere Design bemerkbar.

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Design des neuen Octavia (Combi)

Apropos Optik. Hier lautet die Devise „never change a winning Team“. Die nun deutlich flacher gezeichneten Voll-LED-Scheinwerfer sitzen unter einer gemeinsamen Blende. Erstmals sind diese sogar in Voll-LED-Matrix-Ausführung erhältlich. Das Vieraugen-Gesicht des aktuellen Octavia gehört wieder der Vergangenheit an.  Der Grill erreicht fast die Ausmaße des Superb. Im unteren Bereich der Frontschürze gibt es einen breiten Lufteinlass, in dem auch die LED-Nebelleuchten sitzen. Seitlich sind die Radkästen etwas stärker herausmodelliert. Darüber hinaus gibt es zwischen Fensterlinie und Türgriffen eine markante Charakterlinie, die sich vom Scheinwerfer bis hinter den Tankdeckel zieht. Skoda liefert den neuen Octavia mit bis zu 19 Zoll großen Leichtmetallrädern aus. Beim Combi betont die neu gestaltete, flach aufliegende Dachreling die langgestreckte Silhouette. Insgesamt fällt der neue Octavia im Vergleich zum aktuellen Modell sportlicher aus. Auch hinten verleihen die Skoda-Designer ihrem Bestseller einen Schuss Dynamik. Am Heckdeckel prangt – wie bei allen neuen Modellen der Marke – der Skoda-Schriftzug in großen Lettern. Hier machten in Europa der Kamiq und der Scala den Anfang. Die schmalen LED-Rückleuchten reichen weit in die Karosserie hinein. Eine flach auslaufende C-Säule und ein kurzes Heckbürzel runden den dynamischen Auftritt der Limousine ab. Der Combi setzt auf eine etwas flacher stehende Heckscheibe und einen längeren Dachkantenspoiler als bisher. Die breite Klappe (öffnet auf Wunsch elektrisch – auch per Fußkick unters Auto) und die tiefe Ladekante sorgen für ein einfaches Beladen. Nach dem Umlegen der Rücksitze gibt es eine ebene Ladefläche. Unter dem Kofferraumboden finden sich noch weitere Verstaumöglichkeiten.

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Innenraum und Vernetzung

Komplett neu gestaltet haben die Designer den Innenraum. Hier sticht gleich einmal das neue Lenkrad ins Auge, das nun erstmals mit nur zwei Speichen auskommt. Weiters trägt es eine Chromleiste, in der Multifunktions-Variante lassen sich über Tasten und neue Rändelrädchen insgesamt 14 verschiedene Funktionen ausführen. Dahinter blickt der Fahrer auf Wunsch auf ein volldigitales Kombiinstrument. Im Basismodell sind klassische Analog-Instrumente verbaut – solche gibt es beim Golf 8 gar nicht mehr. Gegen Aufpreis gibt es auch ein „echtes“ Head-up-Display, das fahrrelevante Informationen direkt auf die Windschutzscheibe projiziert. Im neuen Look erstrahlen auch die Mittelkonsole, die Türverkleidungen und die Instrumententafel, welche modular in verschiedenen Ebenen aufgebaut ist und unterhalb des großen und freistehenden zentralen Multifunktionsdisplays (bis zu 10 Zoll) mit einem farblich abgesetzten Bereich die Form des Skoda-Grills zitiert. In der Mittelkonsole ersetzt bei den Varianten mit Doppelkupplungsgetriebe (DSG) eine kleine Wippe den sonst üblichen Wählhebel. Über sie wird die Fahrstufenwahl mittels Shift-by-Wire-Technologie elektronisch übertragen. Das kennen wir bereits vom Golf 8 und Porsche  911 Carrera. Erstmals verfügbar sind rückenfreundliche Ergo-Sitze, die neben der Sitzheizung auf Wunsch auch eine Massagefunktion sowie eine kühlende Belüftung bieten. Die optionalen Sportsitze tragen einen Bezug aus atmungsaktivem ThermoFlux-Stoff. Auf Wunsch ist zudem eine 3‑Zonen‑Klimaautomatik erhältlich. Bei Ausstattung mit dem schlüssellosen Fahrzeugzugang Kessy lässt sich der neue Octavia an allen vier Türen öffnen. Mit dem weiterentwickelten Modularen Querbaukasten (MQB evo) ziehen auch neue digitale Dienste ein. Dank integrierter SIM-Karte ist das Fahrzeug immer online. Updates für Navi & Co. werden "over the air" eingespielt. In die Werkstatt muss man dafür nicht mehr fahren. Die neue Sprachassistentin „Laura“ sowie zahlreiche weitere Konnektivitätsfunktionen sind ebenfalls mit an Bord. Zu den Online-Diensten Skoda Connect zählt auch eine praktische App, mit der ein Fernzugriff aufs Auto möglich ist. Sie zeigt am Smartphone diverse Informationen (Tankinhalt, Türen offen/versperrt, Licht an/aus, etc.) an und ermöglicht u.a. die Steuerung der optionalen Standheizung oder die Betätigung der Hupe. Apple CarPlay und Android Auto sind serienmäßig mit an Bord. Auf Wunsch gibt es auch eine induktive Ladeschale für kompatible Smartphones (QI-Standard).

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Simply Clever und Assistenzsysteme

Optional sind für den neuen Octavia auch die neuesten Assistenzsysteme aus dem Konzernregal erhältlich. Damit lässt sich der Kompakte derart hochrüsten, dass Assistiertes Fahren bis zu 210 km/h möglich ist. Notbremsassistent mit Fußgänger- und Radfahrererkennung, Spurhalte- und Abbiegeassistent sowie Multikollissionsbremse sind serienmäßig an Bord. Und natürlich sind auch wieder jede Menge „Simply Clever“-Lösungen verfügbar. Die Regenschirme in den Vordertüren, die herausmehmbare Taschenlampe im Kofferraum, der Mistkübel in den Seitenfächern, der Halter zum Öffnen von Drehverschlüssen bei Trinkflaschen, den Einfülltrichter für das Scheibenwischwasser oder den Eiskratzer inklusive Lupe im Tankdeckel kennen wir bereits. Neu hinzu kommen u.a. ein Schnee- bzw. Handbesen, mehrere USB-C-Anschlüsse oder Schlafkopfstützen im Fond.

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Motoren

Bei den Antrieben setzt Skoda auf aufgeladene 3- und 4-Zylinder-Motoren, die teils elektrifiziert sind (48 Volt Mild-Hybrid). Das Leistungsspektrum reicht von 110 bis 245 PS. Neben Benzinern (1,0 TSI mit 110 PS, 1,5 TSI mit 150 PS und 2,0 TSI mit 190 PS) sowie Dieseltriebwerken (TDI mit 115, 150 PS und 200 PS) wird es auch eine Erdgasversion ( g-Tec mit 130 PS ) und zwei Plug-in-Hybridvarianten geben. Letztere setzen auf die Technik des neuen Superb iV. Im neuen Octavia gibt es den Plug-in-Hybrid in zwei Leistungsstufen mit 204 und 245 PS. Die an der Steckdose aufladbare 13,3 kWh Batterie soll eine rein elektrische Reichweite von bis zu 55 Kilometern ermöglichen. Das dürfte für die meisten Pendler reichen. Zudem können sich die Kunden beim Octavia wieder zwischen manuellen Schaltboxen und Doppelkupplungsgetrieben  (DSG) entscheiden. Neben den Fronttrieblern werden sich auch wieder Allradmodelle im Angebot finden. Bei den stärksten Varianten (Ausnahme Plug-in) ist das 4x4-System sogar obligat. Ein rein elektrischer Octavia kommt nicht. Bei den Stromern setzt Skoda wie die Mutter VW künftig ausschließlich auf eigenständige Modelle, die auf dem modularen Elektrobaukasten (MEB) basieren. Hier macht lediglich der Citigo-e iV eine Ausnahme.

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Ausstattungslinien und Verfügbarkeit

Der neue Octavia wird in Österreich in den Ausstattungslinien Active, Ambition und Style verfügbar sein. Im Laufe des kommenden Jahres werden sowohl der robuste Scout als auch der sportliche RS das Angebot ergänzen. In den Handel kommt der neue Octavia im zweiten Quartal 2020. Wahrscheinlich werden die ersten Fahrzeuge im April bei den heimischen Händlern landen. Die Plug-in-Hybridversionen folgen Mitte 2020. Preise hat Skoda noch nicht verraten. Aber auch hier wird es keine allzu großen Überraschungen geben. Trotz der besseren Ausstattung dürften die Tarife auf dem Niveau des aktuellen Modells bleiben. Damit dürfte einer Fortsetzung der Erfolgsgeschichte nichts im Wege stehen.

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