Air Berlin verschiebt Bilanzvorlage, Aktie +15%

Die Niki-Mutter Air Berlin hat die Bilanzvorlage für 2013 wegen wichtiger Verhandlungen überraschend verschoben. Statt wie geplant an diesem Donnerstag will Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft das Zahlenwerk erst eine Woche später präsentieren.

"Die Air Berlin PLC befindet sich derzeit in fortgeschrittenen Gesprächen über Handlungsoptionen, die im Fall ihrer Umsetzung einen wesentlichen Einfluss auf die Gesellschaft haben werden", teilte das Unternehmen zur Begründung mit. Ein Sprecher wollte auf Nachfrage nicht konkreter werden. Die Air-Berlin-Aktie legte kurz darauf um fast 15 Prozent zu.

Das Unternehmen befindet sich seit Jahren in Schwierigkeiten und steckt inzwischen schon im zweiten Sparprogramm. Vor zwei Jahren war die arabische Fluggesellschaft Etihad zu 29 Prozent bei den Berlinern eingestiegen. Dass Etihad seinen Anteil weiter aufstocken könnte, hatten beide Seiten aber erst im Jänner verneint.

Vorstandschef Wolfgang Prock-Schauer und Finanzchef Ulf Hüttmeyer hatten schon im November einen Verlust für 2013 angekündigt - es wäre das fünfte Negativ-Ergebnis in sechs Jahren. Damals hieß es, Air Berlin arbeite an weiteren Sondererlösen. 2012 hatte sich die Gesellschaft durch den Verkauf ihres Vielfliegerprogramms überraschend in die Gewinnzone gerettet.