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Showdown

Lauda: So will ich FlyNiki retten

Ex-Rennstar trifft sich mit Insolvenzverwalter der Pleite-Fluglinie Air Berlin.

Es wäre DAS Comeback des Jahres! Hebt unsere Formel-1-Legende Niki Lauda (68, Weltmeister 1975, 1977, 1984) bald wieder im Cockpit seiner ehemaligen Airline FlyNiki ab?

Wie ÖSTERREICH bereits exklusiv berichtete, fliegt Niki Nazionale schon am Dienstag zu einem Treffen mit dem Insolvenzverwalter von Air Berlin nach Deutschland – dort will Lauda über sein Comeback in der Luftfahrtbranche entscheiden.

Mega-Deal. Wie der Millionenpoker um den Rückkauf seiner ehemaligen Airline – 2003 gründete Niki die gleichnamige Fluglinie „NIKI“, später kassierte er für die letzten 50 % seiner Firma rund 40 Millionen Euro von Air Berlin – genau läuft: „Das hängt jetzt ganz von den Bedingungen ab. Logischerweise schauen wir uns alles genau an. Dann werden wir entscheiden, ob es auch tatsächlich Sinn macht.

Beinhartes Tauziehen Lauda gegen Lufthansa

Wie stehen Laudas Chancen wirklich? Nach dem Aus für Air Berlin ist der Poker um die Krisen-Airline voll entbrannt, am Tisch liegt ein erstes Angebot: Die Lufthansa bietet einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag für 70 der rund 140 Air-Berlin-Flieger – und FlyNiki dazu! Also mindestens 100 Mio. Euro. Um Teile der Air Berlin sind auch Ryanair, EasyJet und TUI in den Ring gestiegen.

Im Rennen um die nicht ­insolvente Air-Berlin-Tochter FlyNiki ist neben Lauda jedenfalls die Lufthansa – aber zum Schnäppchenpreis wird es den Ferienflieger mit seinen 20 Jets wahrscheinlich nicht geben: FlyNiki ist die Cashcow der Air Berlin, laut letzten Zahlen machte sie mit knapp 850 Mitarbeitern rund 32 Millionen Gewinn im Jahr.

Lauda: "Interesse von mir ist jedenfalls da"

ÖSTERREICH: Herr Lauda, Sie wollen jetzt wirklich ­Ihre ehemalige Airline zurückkaufen?

Niki Lauda: Mein Interesse ist jedenfalls da.

ÖSTERREICH: Was sind jetzt Ihre nächsten Schritte, gibt es bereits einen konkreten Fahrplan?

Lauda: Ich habe einen Brief vom Insolvenzverwalter von Air Berlin bekommen. Mit der Einladung, mir die Papiere anzuschauen. Das werde ich jetzt machen. Und morgen, Dienstag, habe ich ­bereits einen Termin.

ÖSTERREICH: Wie sehen Sie die Chancen, dass Sie diesen Mega-Deal auch wirklich abschließen?

Lauda: Das hängt jetzt ganz von den Bedingungen ab. Logischerweise schauen wir uns alles genau an. Dann werden wir entscheiden, ob es auch tatsächlich Sinn macht.

ÖSTERREICH: Was halten Sie vom Szenario, dass die Lufthansa FlyNiki übernimmt?

Lauda: Ich trete immer für Wettbewerb ein – und das ist ein Schlag gegen den Wettbewerb. Als Österreich die AUA seinerzeit an die Lufthansa verschenkt und noch 500 Mio. Euro draufgelegt hat, hat auch niemand an Wettbewerb gedacht. Und jetzt schafft sich die Lufthansa ein absolutes Monopol, wieder unterstützt von der Politik.