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AT&S drehte 2009/10 leicht in Verlustzone

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Der Leiterplattenhersteller hat im Geschäftsjahr 2009/10 bei deutlich geringerem Umsatz als im Vorjahr sein Betriebsergebnis mehr als halbiert, das Konzernergebnis ist knapp in die Verlustzone gedreht.

Der Umsatz ging auf 372,2 (449,9) Mio. Euro zurück, das EBIT sank auf 11,0 (26,6) Mio. Euro, das Vorsteuerergebnis reduzierte sich stark auf 2,6 (27,8) Mio. Euro, der Konzernverlust beläuft sich auf -1,1 (24,8) Mio. Euro.

Trotz des schwachen Ergebnisses will das Unternehmen auch heuer seiner Dividendenpolitik treu bleiben, wonach rund 10 Prozent der Cash Earnings ausgeschüttet werden sollen. Der Vorstand werde der Hauptversammlung am 7. Juli vorschlagen, eine Dividende von 0,10 Euro auszuschütten.

Nach dem schlechten Beginn des Geschäftsjahrs sieht man sich bei AT&S gerade mit einem Kratzer davongekommen: "Nach den hohen operativen Verlusten des ersten Quartals konnten wir eigentlich nicht von einem positiven operativen Betriebsergebnis für das Geschäftsjahr ausgehen. Nun haben wir sogar ein positives Vorsteuerergebnis - exklusive Einmalaufwendungen - erzielt", erklärt Finanzvorstand Steen Hansen.

Das Unternehmen mit Stammwerk im steirischen Leoben-Hinterberg hat die Volumsproduktion von der Steiermark nach Asien verlegt. Demnach stieg der von den asiatischen Werken generierte Umsatzanteil von 61 % im Geschäftsjahr 2008/09 auf 67 % im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Großteil des Gesamtumsatzes wird mit dem Geschäftsbereich Mobile Devices (Handys etc.) erwirtschaftet (rund 60 %), weiters werden Leiterplatten für Industrie (28 %) und Automotive (11 %) erzeugt.

Die Nettoverschuldung wurde im Geschäftsjahr 2009/10 um 26,4 Mio. auf 148 Mio. Euro reduziert. Das Eigenkapital sank von 252,7 auf 208,8 Mio. Euro stark, der Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung/Eigenkapital) stieg auf 71 %. AT&S beschäftigte per Ende März 2010 insgesamt 5.875 Mitarbeiter an Standorten in Österreich, Indien, China, Südkorea und in insgesamt 16 Vertriebsbüros.

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