AUA_B777

58-Euro-Flüge

AUA-Tickets: Aufregung um Dumping-Preise

Weil die AUA aggressive Preise für Städteflüge anbietet, reagiert die Konkurrenz verärgert und plant rechtliche Schritte gegen die Airline.

Unter dem Slogan „Red Monday“ bieten die Austrian Airlines (AUA) derzeit Flüge zu Dumpingpreisen, etwa um 59 Euro für die Strecke Wien–Paris und retour oder um 58 Euro für Wien–Stockholm und retour an.

Privatunternehmer erwägt rechtliche Schritte

Die heimischen Privatfluglinien reagieren verärgert: Immerhin erhielt die AUA im Vorjahr beim Verkauf an die Lufthansa 500 Steuermillionen als Subvention, zum Missfallen der Konkurrenz: „Es geht nicht an, dass ein steuerfinanziertes Ex-Staatsunternehmen wissentlich Privatunternehmen ruiniert“, ärgert sich Georg Pommer, Geschäftsführer der steirischen Fluglinie Robin Hood. Er behauptet, die AUA habe ihn bei Flügen Graz–Stuttgart aus dem Markt verdrängt.

Eine Klage auf einstweilige Verfügung wegen dieser Flüge war im Vorjahr mit der Begründung zurück­gewiesen worden, dass die Airline nicht nachweislich auf allen Flügen und permanent unter dem Produktionspreis liege. Der Privatunternehmer überlegt jetzt, weitere juristische Schritte gegen die AUA vorzunehmen. Im Raum steht eine weitere Klage.

Attraktives Preismodell als Teil des Subventionsplans

Die AUA lässt die Kritik der Konkurrenz kalt: „Dass uns vorgeworfen wird, dass wir attraktive Preise anbieten, verstehe ich nicht“, gibt sich Sprecher Martin Hehemann gegenüber ÖSTERREICH kämpferisch: „Wir nehmen uns das Recht, auch in Zukunft unsere Preise zu reduzieren und werden das auch tun.“ Die Airline sieht die Subvention als Teil der Sanierung: „Dazu gehört auch ein attraktives Preismodell.“

Niki Lauda macht Ärger bei Pressekonferenz Luft

Auch NIKI-Chef Niki Lauda reagiert verärgert auf das Preisdumping der AUA. So will er bei der Pressekonferenz am Donnerstag nicht nur Details zur Eigentümeränderung bei seiner Airline präsentieren, sondern auch zum Rundumschlag gegen die AUA ausholen.