5,2 Mrd. Euro Umsatz

Austro-Verpackungsgigant spielt in Weltliga

Starke Resultate in Nord- und Südamerika für Alpla. Verpackungsgigant betreibt 206 Standorte und hat 25.500 Mitarbeiter.

Der weltweit tätige Vorarlberger Verpackungsspezialist Alpla hat im vergangenen Jahr einen Umsatz in Höhe von 5,2 Mrd. Euro (2024: 4,9 Mrd.) erzielt. Vorstandsmitglied Nicolas Lehner sprach von einem "erfolgreichen Geschäftsjahr", starke Resultate habe man insbesondere in Nord- und Südamerika sowie im Bereich der Extrusionsblasformen verzeichnet. Die Anzahl der Werke erhöhte sich auf 206, jene der Beschäftigten auf rund 25.500 (2024: 24.350), informierte das Unternehmen.

"Weiter Wachstum"

Weitere Geschäftszahlen gab das Familienunternehmen nicht bekannt. Die stabile Entwicklung basiert laut Lehner auf langfristigen strategischen Weichenstellungen, gezielten Investitionen und risikobedachter Planung. Der Markt sei wieder im Wachsen begriffen, Alpla habe in den vergangenen Jahren die richtigen Schritte gesetzt. "Wir haben unsere Effizienz gesteigert, Beziehungen gepflegt, das Angebot diversifiziert und Fachkräfte entwickelt", sagte Lehner. Gleichzeitig stünden die Margen in der Branche unter Druck, das sei auf gestiegene Kosten und - insbesondere in Westeuropa - auf eine schwache Nachfrage zurückzuführen.

Aufgrund regulatorischer Prozesse der EU und der anhaltenden Preisproblematik blicke die Recycling-Division von Alpla auf ein durchwachsenes Jahr zurück, so Lehner. "Neuware ist um ein Vielfaches günstiger als Recyclingmaterial", stellte er fest. Wenn die Europäische Union nicht gegensteuere, werde die EU-Verpackungsverordnung (Packaging and Packaging Waste Regulation - PPWR) "zum Eigentor". Dennoch wolle man mit neuen Recyclingzielen bis 2030 die Pionierrolle in der Kreislaufwirtschaft verteidigen, betonte Lehner. So soll der Anteil an verwendetem Recyclingmaterial von Endverbrauchern auf 30 Prozent gesteigert werden. Dazu ist geplant, die jährliche Recycling-Kapazität auf 700.000 Tonnen Material zu erweitern. Angaben von Alpla zufolge werden ab 2026 jährlich 15 Mio. Euro ins Recycling investiert.

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