Reilly rechnet mit einem schwierigen Jahr für Opel

GM-Tochter Opel soll bald wieder Gewinne machen

Der neue Opel-Chef Nick Reilly will die europäische GM-Tochter schnell wieder in die Gewinnzone bringen. Der "Financial Times" sagte er, der Autobauer will bis 2011 die Gewinnschwelle erreichen und ab 2012 "anständige" Gewinne einfahren.

Binnen 4 Jahren müssten Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall im operativen Geschäft mindestens eine Gewinnmarge von 4-5 % erzielen. "4-5 % ergibt eine gute Kapitalrendite. Es sollte eigentlich nicht länger als 4 Jahre dauern", erklärte Reilly. Er räumte ein, 2010 werde für Opel ein "weiteres schwieriges" Jahr, wenn in Europa die staatlichen Abwrackprämien ausliefen.

General Motors will bis 10. Juli 2010 zurück an die Börse

GM habe seine "besten Anstrengungen" zugesagt, um den Börsengang spätestens am ersten Jahrestag des Endes seines Konkursverfahrens zu vollziehen, sagte der stellvertretende US-Finanzminister Herbert Allison. Nach der Rückkehr an die Börse könnte dann der Staat als Mehrheitseigner "nach und nach seine Aktien verkaufen". Dies sei das wahrscheinlichste Szenario für ein Ende des staatlichen Engagements bei GM.
Mit einem Anteil von 61 % ist der US-Staat derzeit Mehrheitseigner von GM. Insgesamt hatte die US-Regierung etwa 49,5 Mrd. Dollar an staatlichen Geldern investiert, um einen Zusammenbruch von GM abzuwenden. Die Regierung hatte von vornherein klargemacht, nur vorübergehend eine Rolle als Mehrheitseigner von GM spielen zu wollen.