VW: Türkei-Werk nach wie vor nicht fix

Entscheidung verschoben

VW: Türkei-Werk nach wie vor nicht fix

Insider: Zeitdruck ist etwas aus dem Thema gewichen - Eigentlich sollte Bau Ende 2020 starten.

Volkswagen  schiebt die Entscheidung über den  Bau eines neuen Mehrmarkenwerks  in der Türkei abermals hinaus. "Wir haben noch Zeit und können das sicherlich bis Mitte des Jahres machen", sagte ein Person mit Kenntnis der Beratungen der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. Der Zeitdruck sei etwas aus dem Thema gewichen.

"Wir sind nicht zwingend in der Situation, eine Entscheidung Ende Februar im Aufsichtsrat herbeiführen zu müssen." Noch im Dezember hatte es geheißen, man werde sich voraussichtlich im Februar festlegen. Volkswagen hatte die Milliarden-Investition nach der türkischen Militäroffensive im angrenzenden Syrien im Herbst auf Eis gelegt und zunächst bis Jahresende abwarten wollen.

Kapazitäten reichen vorerst aus

Dabei kündigte der Konzern bereits an, keinen alternativen Standort zu suchen. Die vorhandenen Kapazitäten reichten vorerst aus, um über die Runden zu kommen. Den ursprünglichen Plänen zufolge soll für rund 1 Mrd. Euro in Manisa nahe Izmir in Westanatolien ein Werk mit einer Jahreskapazität von 300.000 Fahrzeugen und rund 4.000 Beschäftigten entstehen.

Eigentlich sollte Ende 2020 mit dem Bau begonnen werden, der Produktionsstart wäre dann für 2022 vorgesehen gewesen. Vom Band laufen sollen dort die baugleichen Modelle VW  Passat  und Skoda  Superb  mit Verbrennungsmotoren. Die bisherigen Fertigungsstandorte dieser Modelle in Emden und Kvasiny sollen neue Modelle bekommen - Emden wird auf E-Autos umgestellt, das tschechische Skoda-Werk soll künftig SUVs bauen.

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