Britische Notenbank lässt Leitzins bei 0,5 Prozent

Die britische Notenbank hält ihren Leitzins erwartungsgemäß bei 0,5 Prozent. Das teilte die Bank von England am Donnerstag in London nach einer Sitzung ihres geldpolitischen Ausschusses mit. Am Finanzmarkt war die Entscheidung erwartet worden, nachdem der neue Notenbankchef Mark Carney erst kürzlich seine Zinspolitik an die Entwicklung am Arbeitsmarkt gekoppelt hatte.

Die Zinsen sollen demnach mindestens so lange auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent verharren, bis die Arbeitslosenquote auf sieben Prozent gefallen ist. Die Notenbank rechnet damit, dass dies erst Ende 2016 der Fall sein wird.

Carney hatte jüngst zudem weitere Geldspritzen in Aussicht gestellt, sollte der Aufschwung in Gefahr geraten. Die Notenbank hat unter Carneys Vorgänger Mervyn King zwischen 2009 und 2012 insgesamt 375 Mrd. Pfund (444,42 Mrd. Euro) in die Hand genommen, um die Wirtschaft anzukurbeln. An den Märkten war seitdem immer wieder spekuliert worden, die Bank von England könne unter Carney weitere Milliarden in die Wirtschaft pumpen.

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