BWT bessert Nettogewinn mit Einmaleffekten auf

Der Wasseraufbereiter BWT hat seine Bilanz 2009 mit Einmaleffekten aufgebessert. Der Konzerngewinn stieg dank des Verkaufs einer Minderheitsbeteiligung um 11,5 % auf 23 Mio. Euro.

Ohne dem Sonderertrag von 4,5 Mio. Euro hätte sich der Gewinn um 10,2 Prozent auf 18,5 Mio. Euro verkleinert. Das operative Ergebnis verschlechterte sich um 8,3 Prozent auf 26,8 Mio. Euro - die EBIT-Marge war mit -6,0 % negativ (nach +6,7 %) im Jahr davor. Der Umsatz ging um 2,3 % auf 400,7 Mio. Euro zurück. Heuer soll der operative Gewinn auf Vorjahresniveau verharren.

Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich 2009 von 1,16 auf 1,32 Euro. Die Dividende für das Vorjahr soll von 38 auf 40 Cent je Aktie angehoben werden. "Wir wollen die Dividende im Zweijahresrhythmus um 2 Cent erhöhten", umriss Unternehmenschef Andreas Weißenbacher bei der Bilanzpressekonferenz das weitere Ziel. Für 2010 wird die Ausschüttung also voraussichtlich gestrichen."Wenn wir das EBIT heuer halten, dann sind wir nicht schlecht - wir sind ganz gut aufgestellt, aber nix ist fix", sagte der CEO.

"Wir arbeiten weiterhin an der Verbesserung der Kostenstruktur", so Weißenbacher. Im Vorjahr sparte BWT Kosten in Höhe von 6,1 Mio. Euro ein. 2,4 Mio. Euro schrieb die Gruppe laut Finanzchef Gerhard Speigner als außergewöhnliche Wertminderungsabschreibung auf ein vorhandenes Betriebsgebäude in der Schweiz ab; mit 3,7 Mio. Euro bezifferte er die Wertminderung auf die Beteiligung an Christ, da BWT den Markennamen laut Deal mit der Christ nur noch bis 2017 verwenden dürfe. Vor Abschreibungen belief sich das EBITDA 2009 auf 45,7 Mio. Euro und war somit um 13,7 % besser als im Jahr davor.

Parallel zu den Einsparungen tätigte die BWT im abgelaufenen Geschäftsjahr Investitionen im Volumen von 44 Mio. Euro. Der Löwenanteil davon (rund 34 Mio. Euro) sei in das Pharmageschäft (inklusive einer großen Liegenschaft in der Schweiz) geflossen. Bis 26. Mai läuft noch ein Aktienrückkauf-Programm - bis dato seien 643.113 Aktien (3,6 % des Kapitals) ausgegeben worden. Die Gruppe darf bis zu 10 % der Aktien zurückerwerben.

Die Eigenkapitalquote wurde trotz der Pharma-Akquisition bei 48,5 % nahezu auf Vorjahresniveau (49 %) gehalten. Die Nettoverbindlichkeiten verringerten sich den Angaben zufolge von 27 auf 18 Mio. Euro. Die Zahl der Mitarbeiter stieg im Vorjahr um 13,1 % (oder rund 300 Arbeitnehmer) auf 2.701 - in Österreich beschäftigt BWT rund 700 Arbeitskräfte.