Conergy wieder in finanzieller Zwangslage

Der angeschlagene deutsche Solarkonzern Conergy hat erneut mit einer finanziellen Zwangslage zu kämpfen. Zum zweiten Mal innerhalb von fast zwei Jahren wurde das Grundkapital von 160 Millionen Euro um mehr als die Hälfte aufgezehrt, wie das Unternehmen am Montagabend mitteilte. Das Eigenkapital sei mit 30. September auf 72 Millionen Euro gesunken.

Grund dafür seien der Geschäftsverlauf und eine Einmalbelastung aus der Vertragsauflösung mit dem US-Waferhersteller MEMC. Daher werde der Vorstand in den nächsten Tagen pflichtgemäß eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen. Dies habe aber keine Auswirkungen auf den operativen Geschäftsbetrieb. Es seien auch keine Kapitalmaßnahmen geplant, erklärte Vorstandschef Philip Comberg.

Eigentlich wollte Comberg in diesem Jahr operativ wieder einen kleinen Gewinn ausweisen. Doch der brachliegende Markt für Solar-Komponenten und -Anlagen hat ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht.

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