Der OMV-Konzern lenkt seine Investments verstärkt in das Upstream hinein

Allerdings sei in dem Bereich auch das Risiko am höchsten, sagte OMV-Chef Gerhard Roiss. Sein Konzern mache in Österreich nicht nur ein Drittel seines Umsatzes, sondern investiere hier mit 600 Mio. Euro auch ein Drittel des Gesamtvolumens.

Zum Ölpreis sagte Roiss, aktuell kalkuliere die OMV mit einem Preisband zwischen 90 und 110 Dollar pro Fass: "Ich kann nicht sagen, ob das richtig ist, das ist aber das Band, das die Industrie und die Banken heute sehen." Um die Verwirklichung der "Nabucco"-Gaspipeline werde die OMV kämpfen, hier sei Österreich gegenüber ganz Europa in der Verantwortung: "Wir müssen alles tun, um Nabucco zuwege zu bringen. Fakt ist: Europa braucht mehr Gas. Im Jahr 2020 werden dem Kontinent 150 Mrd. m3 Gas fehlen." Dafür sei eine Anbindung an die Region Middle East und Kaspische See ideal, wiewohl auch dort zweistellige Milliarden-Investitionen nötig seien. Die Entscheidung über das "Jahrhundertprojekt" Nabucco falle freilich nicht in Österreich, sondern "im Dreieck Brüssel-Ankara-Moskau".