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Koalition

Verpflichtendes Vorschuljahr könnte kommen

Im Fall des Zustandekommens einer großen Koalition dürfte ein verpflichtendes Vorschuljahr kommen.

Wie das Radio-Morgenjournal des ORF am Sonntag berichtete, scheint sich nun auch die ÖVP mit der jahrelangen Forderung der SPÖ anzufreunden.

Die SPÖ will, dass Kinder das kostenlose Vorschuljahr nicht in einer Schule, sondern im Kindergarten absolvieren. Rund 8.000 Kinder meist aus sozial unterprivilegierten Schichten wären dann zusätzlich zu betreuten. Dazu würde man etwa 700 Kindergärtnerinnen brauchen, die auch besser ausgebildet werden sollen. Die geschätzten Mehrkosten liegen bei 90 Millionen Euro. Unklar ist noch die Finanzierung einer solchen Maßnahme.

Die SPÖ will außerdem, dass die aufgewertete Ausbildung der Kindergartenpädagogen in die neuen Pädagogischen Hochschulen (PH) eingegliedert werden soll.

Haubner erfreut
BZÖ-Bildungssprecherin Sozialministerin Ursula Haubner begrüßt die Anzeichen für eine Einigung auf ein verpflichtendes Vorschuljahr. "Es ist immer positiv, wenn SPÖ und ÖVP die Positionen des BZÖ übernehmen".

Ein verpflichtendes Vorschuljahr sei, unabhängig von einer noch stärkeren Frühförderung in den Kindergärten, im Sinne der Integration und der rechtzeitigen Förderung von Kindern ein positiver Schritt hin zu mehr Chancengleichheit", so Haubner am Sonntag. Sie verwies gleichzeitig darauf, dass die Vorschule Ende der 90er Jahre von der SPÖ abgeschafft worden ist.

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