Deutsche E.ON will Italien-Tochter verkaufen

Der größte deutsche Energiekonzern E.ON will sich einem Zeitungsbericht zufolge weitgehend aus dem italienischen Markt zurückziehen. Die Tochter E.ON Italia werde verkauft, schrieb das "Handelsblatt" am Donnerstag unter Berufung auf Unternehmenskreise. Die Pläne seien noch in einem frühen Stadium, die Entscheidung sei aber gefallen - das Management werde sich bald auf Käufer-Suche machen.

Ein E.ON-Sprecher sagte der Zeitung dazu lediglich, der Konzern prüfe "ständig strategische Optionen für sein Portfolio - und das schließt Italien ein". In Branchenkreisen wird der potenzielle Kaufpreis dem Bericht zufolge auf mehr als zwei Milliarden Euro geschätzt.

E.ON machen wie auch den Rivalen RWE und EnBW die gefallenen Strom-Großhandelspreise zu schaffen. Diese sind wegen Überkapazitäten, der zunehmenden Konkurrenz durch Ökostrom aus Wind und Sonne sowie der Krise im rezessionsgeplagten Südeuropa unter Druck geraten. Um gegenzusteuern setzt E.ON unter anderem auf Kostensenkungen und den Verkauf von Unternehmensteilen.

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