E.ON kommt bei Schuldenabbau voran - Macquarie kauft Gasnetz

Der größte deutsche Energiekonzern E.ON steht vor einem entscheidenden Schritt beim Abbau seiner Schulden: Ein Konsortium um die australische Bank Macquarie soll Konzernkreisen zufolge für 3,2 Mrd. Euro den Zuschlag für das Gasnetz von E.ON Ruhrgas bekommen.

Das Konsortium habe das höchste Angebot für das zum Verkauf stehende Netz abgegeben, erfuhr die Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX aus dem Umfeld des Konzerns. Damit wurde ein Bericht der "Rheinischen Post" bestätigt.

Der E.ON-Aufsichtsrat soll dem Vernehmen noch an diesem Mittwoch über den Gasnetzverkauf an die Australier entscheiden. E.ON kommentiere diese Informationen nicht.

Zur Investorengruppe um Macquarie gehören den Kreisen zufolge der Pensionsfonds der Versicherungen Munich Re/Ergo und ein Fonds aus Abu Dhabi. Es geht um die zu E.ON Ruhrgas gehörende Gesellschaft Open Grid Europe (OGE) in Essen, die ein 12 000 Kilometer langes Ferngasnetz besitzt. Macquarie hatte Ende 2010 bereits das RWE-Gasfernleitungsnetz übernommen.

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