Deutsche Erzeugerpreise stiegen binnen eines Jahres um 6,4 Prozent

Die deutschen Produzenten in Industrie und Landwirtschaft haben ihre Preise im April deutlicher als erwartet angehoben. Die Erzeugerpreise stiegen um 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Einen kräftigeren Anstieg hatte es zuletzt im Oktober 2008 mit 7,3 Prozent gegeben. Verglichen mit März zogen die Preise um 1,0 Prozent an und damit doppelt so stark wie von Analysten prognostiziert.

Größter Preistreiber war erneut die Energie, die sich binnen eines Jahres um 11,8 Prozent verteuerte. Leichtes Heizöl kostete 27,2 Prozent, Diesel 16,8 Prozent und Benzin 10,9 Prozent mehr. Für Strom wurde 8,5 Prozent mehr verlangt. Bei Erdgas gab es einen Aufschlag von 15,0 Prozent. Nahrungsmittel verteuerten sich um 7,2 Prozent.

Die Erzeugerpreise geben einen frühen Hinweis auf die Entwicklung der Lebenshaltungskosten, weil der Handel höhere Kosten zumindest teilweise an seine Kunden weitergibt. Die Inflationsrate hatte im April mit 2,4 Prozent den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren erreicht.

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