Deutsche Schiffsbank gehört bald ganz zur Commerzbank

Die Commerzbank steht kurz vor der Komplettübernahme der Deutschen Schiffsbank. Es gebe eine grundsätzliche Einigung mit der Hypovereinsbank über den Erwerb der restlichen acht Prozent an dem Spezialfinanzierer, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Montag. Zuvor hatte auch die "Financial Times Deutschland" über den Verkauf berichtet.

Einer der Insider betonte: "Wir sind auf der Zielgeraden." Für die Beteiligung wolle die Commerzbank etwa den Buchwert von 70 Mio. Euro zahlen. Beide Parteien warteten aber noch auf die Zustimmung der EU-Kommission. Commerzbank und HVB lehnten eine Stellungnahme ab. Deutschlands zweitgrößtes Geldhaus hatte im März angekündigt, die Schiffsbank komplett schlucken zu wollen.

Unter eigenem Namen wird der Spezialfinanzierer, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1918 zurückgehen, dann nicht mehr auftreten - das Geschäft soll stattdessen unter der Marke "Commerzbank" geführt werden.

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