Griechenland kostet Commerzbank mehr als 700 Mio. Euro

Artikel teilen

Die Rettung Griechenlands belastet die Commerzbank Kreisen zufolge wohl mehr als jede andere europäische Großbank. Die zweitgrößte deutsche Bank habe im zweiten Quartal auf ihren 3 Mrd. Euro schweren Bestand griechischer Staatsanleihen mehr als 700 Mio. Euro abgeschrieben, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Wertberichtigung dürfte nach Schätzungen von Analysten den Gewinn vor Steuern fast vollständig auffressen. Die Bank legt am kommenden Mittwoch ihre Quartalszahlen vor. Sie wollte sich am Donnerstag nicht zum Umfang der Abschreibungen äußern.

Die Commerzbank hat den Kreisen zufolge deshalb länger laufende Papiere in die Wertkorrektur einbezogen. Das Institut soll sich laut Insidern dazu entschlossen haben, in Teilen noch mehr abzuschreiben. Das Ziel könnte sein, die Belastungen 2011 zu verbuchen, um auf der sicheren Seite zu sein und das Gewinnziel von 4 Mrd. Euro für das kommende Jahr nicht zu gefährden.

Lesen Sie auch

Dein oe24 E-Paper
Jetzt NEU auf oe24.at: Mit einem Click zum kompletten E-Paper ▲
OE24 Logo