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Die geheimen Gagen unserer Ärzte
Die Ärzte wollen mehr Geld und behandeln SVA-Versicherte nur gegen Honorar. Tatsächlich gehören 70 % der Ärzte zu den Topverdienern.
Während der Honorarstreit zwischen Gewerblichen-Krankenkasse SVA und der Ärztekammer tobt, recherchierte ÖSTERREICH, wie es eigentlich mit den Ärzte-Einkommen steht. Immerhin kämpft die Ärztekammer mit der SVA darum, ihre im Vergleich zu Gebietskrankenkassen höheren Honorare nicht nur beibehalten zu können, sondern auch anzuheben.
70 % der Ärzte haben mehr als 53.000 € im Jahr
Österreichs Ärzte gehören sicher zu den Topverdienern: Laut der ÖSTERREICH vorliegenden Einkommenssteuer-Statistik 2007 haben 778 Ärzte ein höheres Jahresbruttoeinkommen als 300.000 Euro (zum Vergleich: Der Bundespräsident kassiert 320.000 Euro im Jahr, der Kanzler 285.000 Euro). Und nicht nur das: Wie die Gehaltstabelle aus dem Finanzministerium zeigt, verdienen exakt 70 Prozent oder 11.806 Ärzte mehr als die Höchstbeitragsgrundlage von 53.759 € im Jahr.
Dabei zeigt sich: Die meisten Mediziner liegen bei einem Jahreseinkommen zwischen 60.000 und 100.000 Euro. Aber es gibt auch Geringverdiener: Knapp 30 Prozent der Mediziner haben ein geringeres Einkommen als 53.000 €. Laut Patientenanwalt Gerald Bachinger handelt es sich dabei vor allem um Allgemeinmediziner im städtischen Raum sowie (noch) nicht niedergelassene Spitalsärzte.
Die Topverdiener sind im Gegensatz dazu vor allem bei den Fachärzten zu finden. Konkret sind Röntgenologen sowie ärztliche Leiter von Labors nicht nur „Götter in Weiß“, sondern vor allem sehr reiche Götter in Weiß. Ebenfalls unter den Topverdienern: Chirurgen und Zahnärzte.
Honorarstreit geht vor allem um Laborleistungen
Pikanterweise geht es im Streit der Ärztekammer mit der Sozialversicherung genau um diese Besserverdiener: SVA-Chef Gleitsmann will ja die Honorare für Labors und Diagnoseinstitute schrittweise senken. Denn gerade dort herrschen enorme Unterschiede: So verrechneten Labors der SVA für ein komplettes Blutbild 13,04 Euro, die Gebietskrankenkasse in Wien zahlt indes nur 3,20 Euro – ein Unterschied von 307 Prozent.
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