Christine Lagarde

Kein Geld für Athen

Diese 
Frau stoppt Griechenhilfe

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Der IWF will sich nicht an weiteren Hilfen für Athen beteiligen.

Es wird eng für das pleitebedrohte Griechenland: Bereits im August sollen weitere Geldspritzen in der Höhe von 12,5 Milliarden Euro nach Athen fließen. Laut Informationen des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ will aber Christine Lagarde, mächtige Chefin des Internationalen Währungfonds, die zugesagten Hilfszahlungen stoppen, den Geldhahn abdrehen. Das hätten Vertreter des Währungsfonds bereits der Brüsseler EU-Spitze mitgeteilt.

Bei IWF-Stopp zahlt auch Österreich nicht mehr
Sollte der Währungsfonds tatsächlich aussteigen, würde auch Österreich seine Beteiligung an der Griechenlandhilfe einstellen. Das hat Finanzministerin Maria Fekter in den vergangenen Monaten mehrfach erklärt.

Hintergrund des jetzigen IWF-Vorstoßes: Abermals untersucht die „Troika“ aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und IWF, ob und wie weit Griechenland seinen strengen Reformverpflichtungen überhaupt nachkommt. Die Sparkontrolleure waren (wie berichtet) Anfang Juli frustriert aus Athen abgereist. Ihre Bilanz war: Von 300 versprochenen Sparzielen hat Griechenland 210 nicht erreicht. Von den ursprünglich 50 Milliarden Erlösen aus Privatisierungen wurde nur ein zweistelliger Millionenbetrag erzielt.

IWF-Chefin Lagarde, frühere französische Finanzministerin, hat wiederholt Griechenland scharf kritisiert: „Die Griechen müssen sich selbst helfen und endlich ihre Steuern zahlen“, hat sie erst im Mai in einem Interview gesagt. Und: „Ich habe mehr Mitleid mit den Kindern in Afrika als mit den Menschen in Athen“.

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